Gesundheit

Mindestens 5.764 zusätzliche Todesfälle während der Juni-Hitzewelle in Frankreich

Die außergewöhnliche Hitzewelle vom 17. Juni bis 2. Juli 2026 hat in 92 französischen Départements mindestens 5.764 zusätzliche Todesfälle verursacht. Die vorläufige Bilanz von Santé publique France liegt damit über den Vergleichswerten aller Hitzeperioden…

Paris – 22.07.2026: Die Hitzewelle vom 17. Juni bis 2. Juli 2026 hat in Frankreich mindestens 5.764 zusätzliche Todesfälle verursacht. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten vorläufigen nationalen Auswertung von Santé publique France hervor. Die Zahl bezieht sich auf 92 vom Hitzeereignis betroffene Départements und umfasst Todesfälle aller Ursachen, die über dem statistisch erwarteten Niveau lagen.

Für den untersuchten Zeitraum wurden 21.674 Todesfälle registriert. Der geschätzte Überschuss beträgt 36,2 Prozent. Nach den derzeit verfügbaren Daten handelt es sich um die schwerste Übersterblichkeit während einer Hitzewelle seit dem August 2003. Die Gesundheitsbehörde weist jedoch darauf hin, dass die Daten noch ergänzt und nachträglich konsolidiert werden können.

Die Bilanz darf nicht mit der Zahl unmittelbar als hitzebedingt eingestufter Todesfälle gleichgesetzt werden. Erfasst wird die gesamte zusätzliche Sterblichkeit während des Ereignisses, unabhängig von der auf einzelnen Totenscheinen genannten Ursache. Extreme Temperaturen können unter anderem bestehende Herz-, Atemwegs- oder Stoffwechselerkrankungen verschärfen und damit auch indirekt zu einem Anstieg der Sterblichkeit beitragen.

Besonders betroffen waren ältere Menschen, auf die etwa zwei Drittel der zusätzlichen Todesfälle entfielen. Santé publique France verzeichnete aber auch eine erhöhte Sterblichkeit bei jüngeren Altersgruppen. Die Behörde betont deshalb, dass Hitzeschutz nicht auf Hochbetagte beschränkt bleiben darf. Gefährdet sind ebenfalls Menschen mit Vorerkrankungen, Beschäftigte im Freien, Säuglinge, Kinder sowie Personen, die in stark aufgeheizten Wohnungen leben.

Der meteorologische Dienst Météo-France hatte die Hitzewelle als früh, lang anhaltend und sehr intensiv eingeordnet. Landesweit wurden vor allem zwischen dem 22. und 26. Juni außergewöhnlich hohe Temperaturen gemessen. Der Juni 2026 war nach Angaben des Dienstes der wärmste Juni seit Beginn der landesweiten Messreihen. Anfang Juli hielten sich regional, insbesondere im Südosten, weiterhin hohe Temperaturen.

Die neue Auswertung unterstreicht die Belastung des Gesundheitssystems während der Hitzephase. Bereits Anfang Juli hatte Santé publique France für die Woche vom 22. bis 28. Juni 2.025 zusätzliche Todesfälle gemeldet. Die nun veröffentlichte Gesamtbetrachtung umfasst einen größeren Zeitraum und bestätigt, dass die gesundheitlichen Folgen weit über die Tage mit den höchsten Temperaturen hinausreichen.

Gesundheitsbehörden raten bei großer Hitze zu ausreichendem Trinken, möglichst kühlen Aufenthaltsräumen und regelmäßiger Unterstützung alleinlebender oder pflegebedürftiger Menschen. Bei Unwohlsein, Verwirrtheit, auffälliger Schwäche oder Zeichen eines Hitzschlags soll unverzüglich medizinische Hilfe organisiert werden. Die abschließende Bewertung der Juni-Hitzewelle wird mit vollständigeren Sterblichkeitsdaten erwartet.

Quellen

  • Santé publique France
  • Météo-France
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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