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Mindestens acht Tote nach Fährunglück vor Nordzypern

Ein Passagierkatamaran mit 267 Menschen an Bord ist vor Kyrenia gekentert. Mindestens acht Menschen kamen ums Leben, weitere wurden am Sonntagabend vermisst.

Kyrenia – 30.08.2026: Beim Kentern eines Passagierkatamarans vor der nordzyprischen Küste sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Weitere Passagiere wurden am Sonntagabend noch vermisst; die Angaben zu ihrer Zahl schwankten zwischen 17 und 18. Der Katamaran FILOJET war mit 259 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern vom Hafen Kyrenia nach Taşucu an der türkischen Mittelmeerküste unterwegs. Die Rettungsarbeiten dauerten bis in den Abend an.

Nach Angaben der Behörden nahm das Schiff kurz nach dem Auslaufen aus bislang ungeklärter Ursache Wasser auf. Der Katamaran befand sich zu diesem Zeitpunkt wenige Seemeilen vor Kyrenia. Überlebende berichteten, das Schiff sei unruhig gefahren und mehrfach hart auf die Wasseroberfläche geschlagen. Schließlich kenterte es. Auf Bildern vom Einsatzort waren Menschen mit Rettungswesten auf dem umgedrehten Rumpf zu sehen.

Mehr als 240 Menschen wurden nach den zuletzt veröffentlichten Angaben gerettet. Küstenwache, Marine und private Boote brachten Überlebende an Land. Die türkische Küstenwache beteiligte sich mit fünf Schiffen und zwei Hubschraubern; auch Einheiten der türkischen Marine unterstützten den Einsatz. Angehörige warteten vor dem Hafen und einem Krankenhaus in Kyrenia auf Nachrichten über die Vermissten.

Das Wrack sank am Nachmittag vollständig. Nach Angaben des Verkehrsministers der türkisch-zyprischen Verwaltung liegt es in rund 514 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund. Aus der Türkei sollten Spezialkräfte und technisches Gerät zur Unterstützung der Suchmaßnahmen eintreffen. Eine Bergung in dieser Tiefe ist aufwendig und erfordert eigens dafür ausgerüstete Fahrzeuge. Zunächst konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf das Seegebiet, in dem das Schiff gekentert war.

Der Kapitän und die sieben weiteren Besatzungsmitglieder wurden den Behörden zufolge zur Befragung festgenommen. Die Polizei leitete Ermittlungen zur Unglücksursache ein. Offizielle Stellen warnten vor Spekulationen. Ob ein technischer Defekt, ein Navigationsfehler oder die Bedingungen auf See zu dem Unglück beitrugen, war am Sonntagabend ungeklärt.

Die FILOJET bediente eine regelmäßige Verbindung zwischen Kyrenia und Taşucu. Die Strecke verbindet den Norden der seit 1974 geteilten Mittelmeerinsel mit der türkischen Küste. Die türkisch-zyprische Verwaltung wird international nur von der Türkei anerkannt. Die international anerkannte Republik Zypern bot ebenfalls Hilfe bei den Rettungsmaßnahmen an.

Am Samstag waren schwere Stürme über Teile Zyperns gezogen. Für Sonntag bezeichneten örtliche Verantwortliche die Bedingungen jedoch grundsätzlich als schiffbar. Die Suche nach den Vermissten dauerte am Abend an; sämtliche Opferzahlen blieben vorläufig.

Quellen

  • Franceinfo
  • Reuters
  • Anadolu Ajansı
  • El País
  • Gemeinsames Rettungskoordinierungszentrum der Republik Zypern

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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