Umwelt

Mini-Sender führen zu den Nestern asiatischer Hornissen

In den Pays de la Loire testen Landwirte winzige Funksender an asiatischen Hornissen. Die Technik soll verborgene Nester schneller auffindbar machen und Bienenvölker besser schützen.

Pays de la Loire – 14.08.2026: In den Pays de la Loire erproben Landwirte eine Methode, mit der sich Nester asiatischer Hornissen gezielter aufspüren lassen. Gefangene Tiere erhalten einen winzigen Funksender und werden anschließend freigelassen. Mit einer Richtantenne verfolgen Fachleute das Signal bis zu dem Ort, an den die Hornisse zurückkehrt. Dort lässt sich das Nest lokalisieren und von qualifizierten Kräften beseitigen.

Der Versuch reagiert auf den starken Druck, den die Asiatische Hornisse auf Bienenvölker ausübt. Die Art Vespa velutina ist in Frankreich seit 2004 nachgewiesen. Vor allem im Sommer und Herbst jagen ihre Arbeiterinnen vor den Fluglöchern der Bienenstöcke. Schon ihre dauerhafte Anwesenheit kann dazu führen, dass weniger Bienen ausfliegen und Nahrung sammeln. Für geschwächte Völker wird der zusätzliche Stress zur Belastung.

Der größte Engpass bei der Bekämpfung ist das Auffinden der Nester. Die großen Sommernester liegen häufig hoch in Baumkronen, unter Dächern oder in dichter Vegetation und bleiben vom Boden aus lange unentdeckt. Nach Angaben des französischen Forschungsinstituts INRAE ist die frühzeitige Beseitigung eines lokalisierten Nestes derzeit die wirksamste bekannte Maßnahme, um den Bestand der invasiven Art vor Ort zu verringern.

Die technische Grundlage ist bereits erprobt, verlangt aber einen sorgfältigen Einsatz. Forschende des INRAE und der Universität Exeter hatten gezeigt, dass ausreichend schwere Hornissen einen Miniatursender tragen und bis zu ihrem Nest verfolgt werden können. In diesen Versuchen wurden Tiere mit einem Gewicht von mehr als 0,35 Gramm markiert. Die damaligen Sender ließen sich aus rund 800 Metern Entfernung orten; einzelne Nester wurden auch nach Flügen von mehr als einem Kilometer gefunden.

Neuere, leichtere Funkbaken sollen den Einsatz im Gelände vereinfachen. Hersteller nennen inzwischen Reichweiten von mehreren Kilometern und eine Sendedauer von einigen Stunden. Solche technischen Angaben bedeuten jedoch nicht, dass sich jedes markierte Tier zuverlässig verfolgen lässt. Dichte Bebauung, starker Bewuchs, Geländeformen und die Flugroute können den Empfang beeinträchtigen.

Die Beseitigung eines gefundenen Nestes ist keine Aufgabe für Anwohner oder Imker ohne Spezialausrüstung. Das französische Landwirtschaftsministerium verweist auf Sicherheitsvorgaben für Fachkräfte, insbesondere bei Arbeiten in großer Höhe und beim Einsatz von Bioziden. Wer ein mögliches Nest entdeckt, sollte Abstand halten, den Fund möglichst genau dokumentieren und die Gemeinde, einen regionalen Meldedienst oder einen Fachbetrieb informieren.

Die Sender ergänzen damit bestehende Meldesysteme und Schutzvorkehrungen an Bienenständen. Ihr praktischer Nutzen liegt in der gezielten Suche: Nicht die einzelne jagende Hornisse, sondern das oft verborgene Nest bestimmt die Stärke der Kolonie. Je früher es gefunden wird, desto eher kann seine fachgerechte Beseitigung organisiert werden.

Quellen

  • Franceinfo
  • INRAE
  • Französisches Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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