Umwelt

Nach den Waldbränden in der Gironde dürfen 200.000 Menschen zurückkehren

Von den rund 220.000 wegen der Waldbrände evakuierten Menschen dürfen etwa 200.000 in ihre Unterkünfte zurückkehren. Die Feuer gelten als stabilisiert, doch Glutnester, Rauch und örtliche Sperren bleiben ein Risiko.

Bordeaux – 31.07.2026: Nach den schweren Waldbränden in der Gironde dürfen rund 200.000 Menschen in ihre Wohnungen, Häuser und Urlaubsunterkünfte zurückkehren. Insgesamt waren nach Angaben der Behörden etwa 220.000 Einwohner und Feriengäste vorsorglich in Sicherheit gebracht worden. Die schrittweise Rückkehr ist ein Zeichen der Entspannung nach mehr als einer Woche großflächiger Brände im Umfeld des Beckens von Arcachon und im westlichen Ballungsraum von Bordeaux.

Die Freigaben richten sich nach der Lage in den einzelnen Gemeinden. Bewohner sollen die Anweisungen der Behörden weiterhin beachten und für den Fall erreichbar bleiben, dass sich das Feuer erneut ausbreitet. Bereits am 28. Juli hatte die Präfektur die Rückkehr in Teile von Le Haillan sowie in die außerhalb der Ringautobahn gelegenen Gebiete von Mérignac und Eysines gestattet. Andere Zonen bleiben gesperrt oder dürfen nur unter Auflagen betreten werden.

Der Brand war am 22. Juli bei Saumos ausgebrochen und hatte sich bei hohen Temperaturen, Trockenheit und Wind rasch ausgedehnt. Nach den jüngsten Lageangaben erfasste das Feuer in der Gironde rund 42.000 Hektar. Die Einsatzkräfte bezeichneten den Brand als stabilisiert, jedoch weiterhin nicht als vollständig gelöscht. Unter der verbrannten Oberfläche können Glutnester fortbestehen und bei auffrischendem Wind neue Flammen entfachen.

Solche Wiederaufflammungen hatten die Löscharbeiten zuletzt mehrfach erschwert. Neue Brandherde wurden unter anderem bei Lège-Grand-Crohot und Marcheprime gemeldet. Auch wenn die betroffene Gesamtfläche zunächst nicht weiter wächst, können örtliche Feuer rasch an Stärke gewinnen. Einsatzkräfte überwachen deshalb das Gebiet weiter; Waldflächen und einzelne Straßen bleiben gesperrt.

Die Evakuierungen betrafen zahlreiche Gemeinden, Campingplätze und andere touristische Unterkünfte. Für Menschen ohne private Ausweichmöglichkeit stellte Bordeaux Métropole Notunterkünfte bereit, darunter Plätze im Parc des Expositions. Polizei und Gendarmerie unterstützten die Feuerwehr bei Absperrungen, der Verkehrslenkung und dem Schutz geräumter Wohn- und Gewerbegebiete. Zeitweise waren mehr als 1.200 Gendarmen in der Gironde und im benachbarten Département Landes im Einsatz.

Mit der Rückkehr leert sich ein großer Teil der Notunterkünfte, der Alltag ist jedoch noch nicht überall wiederhergestellt. Rauch, beschädigte Infrastruktur, Straßensperren und laufende Löscharbeiten können einzelne Orte weiterhin beeinträchtigen. Die Behörden raten Rückkehrenden, vor der Fahrt die Hinweise ihrer Gemeinde und der Präfektur zu prüfen. Gesperrte Wälder und Schadensgebiete dürfen nicht betreten werden, während Feuerwehrleute die Flächen weiterhin auf Glutnester kontrollieren.

Quellen

  • Franceinfo
  • Präfektur der Gironde
  • Gendarmerie nationale
  • Le Monde
  • Département de la Gironde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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