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New York stoppt Genehmigungen für neue Grossrechenzentren

Der US-Bundesstaat New York setzt die Umweltgenehmigungen für neue Hyperscale-Rechenzentren für bis zu ein Jahr aus. Gouverneurin Kathy Hochul will in dieser Zeit Regeln zum Schutz von Stromnetz, Wasserressourcen und Anwohnern erarbeiten.

Albany – 14.07.2026: Der US-Bundesstaat New York hat die staatlichen Umweltgenehmigungen für neue Hyperscale-Rechenzentren vorübergehend ausgesetzt. Gouverneurin Kathy Hochul unterzeichnete dazu eine Anordnung, die nach Angaben ihrer Verwaltung für bis zu ein Jahr gelten kann. Damit ist New York der erste US-Bundesstaat mit einem landesweiten Moratorium für besonders grosse Rechenzentren.

Die Pause betrifft neue Vorhaben, deren Antragsunterlagen noch nicht vollstaendig sind. Das Umweltministerium des Bundesstaats soll währenddessen keine Ermessensgenehmigungen für diese Projekte erteilen. Bereits vollstaendig eingereichte Verfahren werden von der Anordnung nicht in gleicher Weise erfasst. Nach Abschluss der neuen Vorgaben sollen Projekte wieder weiterverfolgt werden können, sofern sie staatliche und kommunale Anforderungen erfuellen.

Hochul begründete den Schritt mit dem stark steigenden Bedarf an Rechenleistung, der vor allem durch Anwendungen der kuenstlichen Intelligenz und andere datenintensive Dienste angetrieben werde. Solche Anlagen benötigten erhebliche Mengen Strom und Wasser für Betrieb und Kuehlung. Die Regierung verweist zudem auf mögliche Folgen für die Belastbarkeit des Stromnetzes, die Wasserqualitaet, die Luftqualitaet, den Flaechenverbrauch und die Lebensqualitaet in betroffenen Gemeinden.

Kern der Maßnahme ist die Ausarbeitung einer allgemeinen Umweltfolgenpruefung für Rechenzentren. Das Department of Public Service soll dabei ein einheitliches Regelwerk entwickeln. Geprueft werden sollen unter anderem Energiebedarf, Wasserverbrauch und Auswirkungen auf die lokale Infrastruktur. Ziel ist es, künftige Grossprojekte nach vergleichbaren Massstaeben zu beurteilen, statt einzelne Standorte ohne übergreifende Leitlinien zu behandeln.

Parallel dazu soll das Verfahren Energize NY weiterentwickelt werden. Nach den Plaenen der Gouverneurin sollen grosse Rechenzentren ihren zusätzlichen Energiebedarf entweder selbst decken oder für die Nutzung des Stromnetzes mehr zahlen. Damit will der Staat verhindern, dass der Ausbau von Leitungen und weiterer Infrastruktur auf private Haushalte und andere Stromkunden überwaelzt wird.

Auch die Kommunen sollen stärker eingebunden werden. Die Wirtschaftsentwicklungsbehörde Empire State Development soll innerhalb von 60 Tagen einen Rahmen für Vereinbarungen mit Gemeinden vorlegen. Darin geht es um mögliche lokale Gegenleistungen wie Investitionen in Infrastruktur, Ausbildungsplaetze, lokale Beschaeftigung und tarifgebundene Arbeit. Die Zustimmung durch lokale Planungs- und Genehmigungsstellen bleibt für neue Vorhaben weiterhin erforderlich.

Hochul will ausserdem gesetzlich gegen Steuerbefreiungen für sehr grosse Rechenzentren vorgehen. Die Entscheidung verschaerft die Debatte über die Umwelt- und Netzkosten des raschen Ausbaus digitaler Infrastruktur in den USA. New York verbindet die zeitlich begrenzte Sperre dabei mit dem Anspruch, Investitionen in Technologie grundsaetzlich zuzulassen, sie aber an verbindlichere Schutzvorgaben für Verbraucher, Gemeinden und Natur zu knuepfen.

Quellen

  • New York State Governor's Office
  • Empire State Development
  • Associated Press

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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