Gesundheit

Personalisierte mRNA-Therapie gegen Melanom erreicht zentrale Studienziele

Moderna und Merck/MSD melden positive Ergebnisse einer Phase-3-Studie bei operiertem Hochrisiko-Melanom. Belastbare Detaildaten stehen noch aus; eine Zulassung in Frankreich oder der EU gibt es bislang nicht.

Paris – 20.08.2026: Eine personalisierte mRNA-Therapie gegen Hautkrebs hat nach Angaben der Hersteller Moderna und Merck, außerhalb Nordamerikas als MSD tätig, in einer Phase-3-Studie zwei zentrale Ziele erreicht. Bei Patientinnen und Patienten mit vollständig operiertem Hochrisiko-Melanom verlängerte die Kombination aus Intismeran Autogene und dem Immuntherapeutikum Pembrolizumab demnach sowohl die rückfallfreie Zeit als auch die Zeit ohne Fernmetastasen. Die Unternehmen veröffentlichten zunächst jedoch keine detaillierten Studiendaten.

Anders als klassische Schutzimpfungen richtet sich die Behandlung nicht an Gesunde. Für jede teilnehmende Person wird anhand des genetischen Profils des entfernten Tumors eine individuelle mRNA-Sequenz hergestellt. Sie soll dem Immunsystem ausgewählte Neoantigene präsentieren, die für die jeweiligen Krebszellen charakteristisch sind. Abwehrzellen sollen dadurch lernen, nach der Operation im Körper verbliebene Tumorzellen gezielter zu erkennen und zu bekämpfen.

In der Studie INTerpath-001 wurde diese Kombination mit Pembrolizumab allein verglichen. Pembrolizumab löst als sogenannter Checkpoint-Hemmer eine Bremse des Immunsystems und wird bereits gegen verschiedene Krebsarten eingesetzt. Nach der Mitteilung vom 19. August erreichte die Untersuchung ihre beiden Hauptziele. Wie groß der gemessene Vorteil war, wie lange die Teilnehmenden beobachtet wurden und ob sich bereits ein Unterschied beim Gesamtüberleben abzeichnet, teilten die Hersteller nicht mit. Die vollständigen Ergebnisse sollen auf einem medizinischen Kongress vorgestellt werden.

An der randomisierten und doppelblinden Studie nahmen mehr als 1.100 Menschen mit Melanomen der Hochrisikostadien IIB bis IV teil. Bei ihnen war der sichtbare Tumor vollständig entfernt worden. In dieser adjuvanten Behandlungssituation geht es darum, nach der Operation das Risiko eines Rückfalls oder einer späteren Metastasierung zu senken. Das französische Nationale Krebsinstitut führt INTerpath-001 weiterhin als laufende Phase-3-Studie zur Prüfung von Wirksamkeit und Sicherheit.

Für Erkrankte in Frankreich ergibt sich aus der Unternehmensmeldung noch keine unmittelbar verfügbare Therapie. Intismeran Autogene befindet sich in der klinischen Entwicklung und ist weder in Frankreich noch auf europäischer Ebene als Standardbehandlung zugelassen. Vor einer möglichen Zulassung müssen die zuständigen Behörden den Nutzen und die Risiken anhand der vollständigen Daten bewerten. Dazu gehören neben Nebenwirkungen auch die Frage, für welche Krankheitsstadien die Behandlung geeignet wäre, und der erhebliche Aufwand einer individuellen Herstellung.

Frühere Ergebnisse einer kleineren Phase-2b-Studie hatten bereits auf ein geringeres Risiko für Rückfall oder Tod gegenüber Pembrolizumab allein hingedeutet. Die größere Phase-3-Studie soll nun klären, ob sich dieser Befund unter strengeren Bedingungen bestätigt. Eine abschließende medizinische Bewertung ist erst möglich, wenn absolute Ereigniszahlen, Beobachtungsdauer und Sicherheitsdaten öffentlich vorliegen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Institut national du cancer
  • ClinicalTrials.gov
  • Moderna und Merck/MSD

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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