Politik & Gesellschaft

Planungsamt empfiehlt höhere Gehälter für Lehrkräfte

Ein Bericht des französischen Planungsamts empfiehlt gezielte Gehaltssteigerungen für Lehrkräfte. Zugleich fordert er kleinere Klassen, bessere Ausbildung und eine stärkere Konzentration auf grundlegende Kenntnisse.

Paris – 31.08.2026: Das Haut-Commissariat à la Stratégie et au Plan hat einen Bericht zur Entwicklung der schulischen Leistungen in Frankreich vorgelegt. Die dem Premierminister zugeordnete Institution empfiehlt darin höhere Gehälter für Lehrkräfte, besonders an Schulen, die erhebliche Schwierigkeiten haben, Personal zu gewinnen oder dauerhaft zu halten.

Der Bericht umfasst elf Vorschläge für eine nachhaltige Verbesserung der Lernleistungen. Eine höhere Vergütung ist darin kein isoliertes sozialpolitisches Instrument, sondern Teil einer umfassenden Neuordnung des Schulwesens. Empfohlen werden zudem vielfältigere Laufbahnen, eine stärkere pädagogische Begleitung, veränderte Dienstpflichten an weiterführenden Schulen sowie eine bessere Aus- und Fortbildung. Die Vorschläge sind für die Regierung nicht bindend.

Als Ausgangspunkt nennt das Planungsamt schwache oder allenfalls durchschnittliche französische Ergebnisse in internationalen Vergleichen, besonders in Mathematik und Naturwissenschaften. Über drei Jahrzehnte seien zudem Rückgänge in Mathematik und Rechtschreibung festzustellen. Die Schwierigkeiten beträfen der Analyse zufolge verschiedene soziale Gruppen und Leistungsniveaus, nicht allein Kinder aus benachteiligten Familien.

Besonderes Gewicht erhält die Vergütungsfrage durch die angespannte Rekrutierungslage. Bei den externen Auswahlverfahren für Grundschullehrkräfte kamen 2023 und 2024 nur noch etwa zweieinhalb Bewerber auf eine Stelle; Ende der 2000er-Jahre waren es ungefähr fünf. Im Sekundarbereich sank das Verhältnis im selben Zeitraum von mehr als sechs auf rund drei Bewerber je ausgeschriebener Stelle. In einzelnen Schulbezirken gibt es im Primarbereich weniger Kandidaten als offene Stellen.

Das Bildungsministerium verweist auf bereits erfolgte Verbesserungen. Seit September 2023 erhalten Berufseinsteiger im regulären Schuldienst mindestens 2.100 Euro netto im Monat. Je nach Schulform und Tätigkeit kommen Zulagen hinzu. Einen konkreten Betrag für weitere Erhöhungen nennt das Planungsamt nicht. Es plädiert stattdessen für eine gezielte Aufwertung jener Einsatzorte und Aufgaben, bei denen der Personalmangel besonders ausgeprägt ist.

Der Bericht verbindet die Vergütungsfrage zudem mit der demografischen Entwicklung. Sinkende Schülerzahlen könnten Spielraum schaffen, Klassen systematischer zu verkleinern. Frankreich zählte 2023 in der Grundschule durchschnittlich 21,6 Schülerinnen und Schüler je Klasse. An den Collèges waren es 25,9 und damit mehr als in den europäischen Vergleichsländern.

Zugleich wachsen die Anforderungen an den Unterricht. Zwischen 2006 und 2024 stieg die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit Behinderung von 232.400 auf 563.400. Ihr Anteil an allen Lernenden nahm damit von 1,9 auf 4,7 Prozent zu. Der Bericht behandelt höhere Gehälter deshalb gemeinsam mit Arbeitsbedingungen, Unterrichtsqualität und der Aufnahmefähigkeit des öffentlichen Schulsystems.

Quellen

  • Franceinfo
  • Haut-Commissariat à la Stratégie et au Plan
  • Französisches Bildungsministerium
  • La Tribune Dimanche

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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