Kultur

RTVE entschuldigt sich nach Streit im Live-Fernsehen bei Marta Gomez Montero

Die spanische Journalistin Marta Gomez Montero kehrte nach ihrem emotionalen Abgang aus der Sendung "Malas Lenguas" zu RTVE zurück. Moderator Jesus Cintora und RTVE-Präsident Jose Pablo Lopez baten sie öffentlich um Entschuldigung.

Madrid – 16.07.2026: Der Streit um den emotionalen Abgang der Journalistin Marta Gomez Montero aus der RTVE-Sendung "Malas Lenguas" wirkt in Spanien weiter nach. Die Kommentatorin hatte am Samstag, 11. Juli, das Studio der Abendausgabe auf La 2 während einer laufenden Debatte unter Traenen verlassen. Sie sagte, sie fuehle sich von Moderator Jesus Cintora gedemuetigt und habe diese Situation nach eigener Darstellung bereits lange ertragen.

Ausloeser der Sendung war eine Diskussion über Aussagen des Vorsitzenden der konservativen Partido Popular, Alberto Nunez Feijoo, zu Fehlzeiten und Krankschreibungen im Arbeitsleben. Als Cintora Gomez Montero das Wort erteilte, lehnte sie eine Stellungnahme ab und erhob gegen ihn den Vorwurf wiederholter Demuetigungen. Der Konflikt wurde damit unmittelbar vor dem Fernsehpublikum sichtbar. Die Sendung gehoert zum politischen und gesellschaftlichen Debattenangebot des öffentlich-rechtlichen Senders RTVE.

Jesus Cintora entschuldigte sich anschliessend öffentlich für die für Gomez Montero belastende Situation. Er betonte, in dem Format solle weiterhin Platz für unterschiedliche Meinungen sein, und bezeichnete die Journalistin als wichtige Kollegin. Auch Jose Pablo Lopez, Präsident von RTVE, wandte sich öffentlich an Gomez Montero. Er erklärte, dass private Entschuldigungen allein nicht ausreichten und die Wuerde von Menschen Vorrang haben müsse.

Am Montag, 13. Juli, kehrte Gomez Montero in die taegliche Ausgabe von "Malas Lenguas" zurück. RTVE veröffentlichte den Auftritt auf seiner Plattform und bestätigte damit ihre Rueckkehr in das Format. In der Sendung standen Gomez Montero und Cintora gemeinsam vor der Kamera. Beide stellten heraus, dass ihr langjaehriger beruflicher Kontakt und ein respektvoller Umgang für die weitere Zusammenarbeit entscheidend seien.

Die Rueckkehr beendet jedoch nicht die grundsaetzliche Debatte über Arbeitsklima und Umgangston in politischen Fernsehformaten. Gomez Montero machte deutlich, dass sie keine Beleidigungen, kein Anschreien und keine koerperliche Aggression akzeptiere. Ihre öffentliche Reaktion lenkte die Aufmerksamkeit auf die Verantwortung von Moderationen und Senderleitungen, Konflikte nicht als Unterhaltung zu behandeln, sondern die Beteiligten zu schuetzen.

RTVE hat bislang keine weitergehenden disziplinarischen Maßnahmen oder eine formelle interne Untersuchung zu dem Vorfall bekanntgegeben. Nach den vorliegenden öffentlichen Stellungnahmen liegt der Schwerpunkt auf der Entschuldigung und der Fortsetzung der Zusammenarbeit. Für den Sender ist der Fall dennoch ein sichtbarer Belastungstest: Gerade bei kontroversen politischen Debatten muss die Leitung sicherstellen, dass journalistische Stimmen ohne persoenliche Herabsetzung zu Wort kommen.

Quellen

  • RTVE: Rueckkehr von Marta Gomez Montero in Malas Lenguas
  • El Pais: Bericht über den Vorfall, die Entschuldigungen und die Rueckkehr
  • Servimedia: Stellungnahme von RTVE-Präsident Jose Pablo Lopez

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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