Umwelt

Schweres Erdbeben erschüttert Kumamoto: Vermisste nach Teileinsturz

Ein Erdbeben der Stärke 7,1 hat die japanische Präfektur Kumamoto getroffen. Nach dem Teileinsturz eines Einkaufszentrums in Kashima werden Beschäftigte vermisst. Mindestens ein Mensch kam ums Leben, mehr als 50 wurden verletzt.

Kumamoto – 28.07.2026: Ein Erdbeben der Stärke 7,1 hat am Dienstagnachmittag die Präfektur Kumamoto auf der südjapanischen Insel Kyushu erschüttert. Nach Angaben der japanischen Wetterbehörde lag das Epizentrum in der Region Kumamoto in etwa zehn Kilometern Tiefe. In den Städten Uki und Hikawa erreichte das Beben auf der japanischen Intensitätsskala die höchste Stufe 7. Auch in Kumamoto-Stadt waren die Erschütterungen außergewöhnlich stark. Mindestens ein Mensch kam ums Leben, mehr als 50 wurden verletzt.

Besonders schwer getroffen wurde der Ort Kashima. Dort stürzte der zweite Stock eines Einkaufszentrums teilweise ein. Unter Berufung auf die Polizei wurde berichtet, dass 20 bis 30 Beschäftigte vermisst würden. Mehrere Menschen konnten aus dem Gebäude geborgen und in Krankenhäuser gebracht werden. Wie viele Personen noch eingeschlossen waren und wie schwer die Verletzten betroffen sind, ließ sich am Abend zunächst nicht abschließend klären. Die Rettungsarbeiten dauerten an.

Auch Straßen, Brücken und weitere Gebäude wurden beschädigt. Hinzu kamen Brände und Ausfälle der Stromversorgung. Nach Angaben der örtlichen Behörden waren in der Präfektur zeitweise rund 47.210 Haushalte ohne Elektrizität. In Teilen Kumamotos wurde außerdem die Gasversorgung für etwa 500 Haushalte unterbrochen, während mögliche Schäden an Leitungen untersucht wurden.

Die Stadt Kumamoto aktivierte unmittelbar nach dem Beben ihren Katastrophenschutzstab und öffnete 181 Notunterkünfte. Bis 21 Uhr Ortszeit hatten dort 1.512 Menschen aus 858 Haushalten Schutz gesucht. Die Behörden registrierten 25 Rettungseinsätze, darunter sieben in direktem Zusammenhang mit dem Erdbeben. Gemeldet wurden zudem drei Brände und drei Einsätze zur Befreiung eingeschlossener Menschen aus Aufzügen.

Auf mehreren Bahnstrecken Kyushus wurde der Verkehr für Sicherheitskontrollen eingestellt; betroffen waren auch Hochgeschwindigkeitszüge. Die Start- und Landebahn des Flughafens Aso Kumamoto blieb vorerst geschlossen. In Yatsushiro entgleiste Medienberichten zufolge ein Zug und kippte zur Seite. Flugzeuge der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte erkundeten die betroffenen Gebiete aus der Luft.

Eine Warnung vor kleineren Flutwellen für die Ariake- und Yatsushiro-See sowie benachbarte Küstenabschnitte hob die Wetterbehörde innerhalb von zwei Stunden wieder auf. Die Atomaufsicht meldete keine Störungen an drei nahe gelegenen Kernkraftwerken. Die Wetterbehörde warnte für die folgenden zwei bis drei Tage vor starken Nachbeben.

Kumamoto war bereits 2016 von einer verheerenden Erdbebenserie getroffen worden, bei der mehr als 50 Menschen starben. Für Kumamoto und 20 weitere Gemeinden wurde nun das japanische Katastrophenhilfegesetz in Kraft gesetzt.

Quellen

  • Japanische Wetterbehörde
  • Stadtverwaltung Kumamoto
  • Präfektur Kumamoto
  • Associated Press
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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