Paris – 05.08.2026: Eine Woche vor der Sonnenfinsternis am 12. August haben die französischen Behörden ihre Warnungen zur sicheren Beobachtung erneuert. Die Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) kontrolliert Hersteller, Importeure und Händler von Schutzbrillen. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wurden bereits nahezu 90 Unternehmen überprüft.
Die Finsternis wird in ganz Frankreich kurz vor Sonnenuntergang sichtbar sein. Im Südwesten wird die Sonne nahezu vollständig verdeckt, während es im übrigen Land bei einer partiellen Finsternis bleibt. Für Paris prognostiziert die US-Raumfahrtbehörde NASA zwischen 19.22 Uhr und 21.09 Uhr eine maximale Bedeckung von rund 92 Prozent um 20.17 Uhr.
Eine totale Finsternis wird in Frankreich dagegen nicht zu sehen sein. Der Kernschatten des Mondes zieht über Grönland, Island, den Atlantik, Nordspanien und einen kleinen Teil Portugals. In Nordspanien dauert die vollständige Bedeckung kurz vor Sonnenuntergang weniger als zwei Minuten. Der französische Südwesten liegt außerhalb dieser schmalen Totalitätszone.
Das Wirtschafts- und das Gesundheitsministerium warnen vor erheblichen Gefahren für die Netzhaut. Der direkte Blick in die Sonne kann schwere und dauerhafte Schäden verursachen, ohne während der Beobachtung Schmerzen auszulösen. Sehbeeinträchtigungen können sich erst Stunden später bemerkbar machen. Auch die während einer partiellen Finsternis verringerte Helligkeit schützt die Augen nicht.
Geeignet sind ausschließlich spezielle Sonnenfinsternisbrillen mit CE-Kennzeichnung, die der internationalen Norm ISO 12312-2 entsprechen. Käufer sollten prüfen, ob die Filter unbeschädigt sind, Sicherheitsanweisungen auf Französisch beiliegen und Hersteller oder Importeur eindeutig genannt werden. Brillen von der totalen Sonnenfinsternis am 11. August 1999 sollten wegen möglicher Alterung der Filter nicht wiederverwendet werden.
Normale Sonnenbrillen, getönte Gläser, Röntgenbilder, Fotonegative, CDs und 3D-Brillen bieten keinen ausreichenden Schutz. Die Sonne darf auch nicht durch Ferngläser, Kameras, Teleskope oder Spektive betrachtet werden, sofern vor dem jeweiligen Gerät kein geeigneter Sonnenfilter angebracht ist. Eine Schutzbrille hinter einem optischen Gerät zu tragen, ist ausdrücklich gefährlich: Das gebündelte Sonnenlicht kann den Filter beschädigen und das Auge treffen.
Selbst mit geeigneter Ausrüstung empfiehlt das französische Regierungsportal, die Sonne nicht länger als drei Minuten am Stück zu beobachten und anschließend eine Pause einzulegen. Kinder benötigen besondere Aufsicht, damit die Brille richtig sitzt und während des Blicks zur Sonne nicht abgenommen wird.
Wer keine geprüfte Schutzbrille besitzt, kann die Finsternis indirekt verfolgen. Bei einer Lochkamera fällt das Sonnenlicht durch eine kleine Öffnung und projiziert das Bild auf eine Fläche; ein direkter Blick in die Sonne ist dabei unnötig. Wegen des tiefen Sonnenstands am Abend des 12. August braucht es einen freien Blick nach Westen.
Quellen
- DGCCRF, französisches Wirtschaftsministerium
- Französisches Regierungsportal Mon Parcours Handicap
- NASA Science
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).