Houston – 12.08.2026: Die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot soll am Dienstag, 18. August 2026, erstmals die Internationale Raumstation verlassen. Gemeinsam mit dem NASA-Astronauten Anil Menon ist ein etwa sechseinhalbstündiger Außeneinsatz geplant. Adenot wäre damit die erste Französin, die einen Weltraumausstieg absolviert. Die NASA bestätigte Besatzung und Termin, nachdem der Einsatz am 10. August verschoben worden war.
Ausgangspunkt ist die Quest-Luftschleuse der Internationalen Raumstation. Menon und Adenot sollen eine Antenne des Space-to-Ground-Systems austauschen. Sie gehört zu der Kommunikationsinfrastruktur, über die Daten mit hoher Geschwindigkeit zwischen der ISS und dem NASA-Kontrollzentrum in Houston übertragen werden. Die NASA stuft diese Verbindung deshalb als besonders wichtig für den Betrieb der Station ein.
Die Liveübertragung der NASA soll am 18. August um 13 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit beginnen, der Ausstieg selbst gegen 14.35 Uhr. Solche Zeitpläne können sich allerdings noch ändern: Sie hängen von technischen Prüfungen, dem Zustand der Raumanzüge und dem Verlauf der Arbeiten an Bord ab. Für den Einsatz sind rund sechseinhalb Stunden veranschlagt.
Menon übernimmt die Funktion des ersten Außenbordmitglieds, Adenot die des zweiten. Für den NASA-Astronauten wäre es der zweite Weltraumausstieg, für seine französische Kollegin der erste. Beide sollen in US-Raumanzügen an der Außenstruktur arbeiten. Die Crew im Inneren unterstützt sie bei der Vorbereitung der Luftschleuse, der Bereitstellung der Werkzeuge und der Kommunikation mit dem Kontrollzentrum.
Der Antennentausch gehört zu einer Reihe von drei US-Außeneinsätzen im August. Nach Angaben der NASA dienen die Arbeiten der Modernisierung von Stromversorgung, Kommunikation und Datenleitungen sowie längerfristigen Vorbereitungen für den kontrollierten Rückbau der ISS. Für den 25. August ist ein weiterer Einsatz angekündigt; Besatzung und genaue Uhrzeit stehen noch nicht fest.
Adenot hält sich seit Februar 2026 als Missionsspezialistin der Crew-12 auf der ISS auf. Sie startete am 13. Februar vom Kennedy Space Center in Florida gemeinsam mit den NASA-Astronauten Jessica Meir und Jack Hathaway sowie dem russischen Kosmonauten Andrej Fedjajew. Ihre ESA-Mission Epsilon ist auf bis zu neun Monate angelegt. Zum Programm gehören wissenschaftliche Experimente, Erdbeobachtung und Wartungsarbeiten.
Die Ingenieurin und frühere Testpilotin ist nach Claudie Haigneré die zweite Französin im All. Der geplante Außeneinsatz wäre daher eine weitere Premiere ihrer Mission. Zugleich handelt es sich um eine anspruchsvolle Routineoperation: Während Adenot und Menon außerhalb der schützenden Stationshülle arbeiten, müssen Raumanzüge, Werkzeuge und Kommunikationswege zuverlässig funktionieren. Die Aufgabe ist klar umrissen: Der Austausch soll die schnelle Datenverbindung zwischen ISS und Kontrollzentrum sichern.
Quellen
- NASA: Ankündigung zu drei US-Weltraumausstiegen im August 2026
- Europäische Weltraumorganisation ESA: Start von Sophie Adenot zur ISS
- Französische Regierung: Porträt zur Mission von Sophie Adenot
- Franceinfo: Bericht zum geplanten Weltraumausstieg
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).