Politik & Gesellschaft

Sportlehrer im Pas-de-Calais wegen Sexualdelikten unter Verdacht

Gegen einen Sportlehrer, der an mehreren Schulen im Pas-de-Calais tätig war, wird wegen mutmaßlicher Vergewaltigungen und sexueller Übergriffe auf Minderjährige ermittelt. Bislang sind sieben mögliche Betroffene bekannt.

Boulogne-sur-Mer – 03.09.2026: Gegen einen Sportlehrer aus dem französischen Département Pas-de-Calais läuft ein Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Vergewaltigungen und sexueller Übergriffe auf Minderjährige. Der Mann wurde in Frankreich förmlich beschuldigt und befindet sich in Untersuchungshaft. Das teilte die Staatsanwaltschaft von Boulogne-sur-Mer am Mittwoch, 2. September, mit.

Nach Angaben der Staatsanwältin Cécile Gressier sind bislang sieben mögliche Betroffene erfasst worden. Sie alle waren zur mutmaßlichen Tatzeit minderjährig. Die Ermittler schließen ausdrücklich nicht aus, dass weitere Personen betroffen sein könnten. Die gerichtliche Untersuchung soll daher klären, wie viele mögliche Opfer es gibt, wann sich die mutmaßlichen Taten ereignet haben und unter welchen Umständen sie geschehen sein sollen.

Der Beschuldigte ist Medienberichten zufolge etwa 50 Jahre alt und war als Lehrer für Sport und Bewegungserziehung an mehreren Schulen im Pas-de-Calais beschäftigt. Die Ermittlungen betreffen mutmaßliche Taten aus den Jahren 2012 bis 2025. Öffentlich genannt wurden das Collège des 7 Vallées in Hesdin-la-Forêt und das Collège Maxence Van Der Meersch in Le Touquet.

Nach den bislang veröffentlichten Angaben wurde der Mann im Juni festgenommen und anschließend in Untersuchungshaft gebracht. Die förmliche Beschuldigung, die sogenannte Mise en examen, ist ein Verfahrensschritt im französischen Strafrecht. Sie setzt schwerwiegende oder übereinstimmende Verdachtsmomente voraus, ist aber weder ein Schuldspruch noch mit einer Verurteilung gleichzusetzen. Für den Beschuldigten gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

Die Ermittlungen erstrecken sich den Angaben zufolge auf mehrere schulische Einrichtungen. Zudem soll der Mann neben seiner beruflichen Tätigkeit Aufgaben im organisierten Sport übernommen und dort Kontakt zu Jugendlichen gehabt haben. Ob diese Tätigkeit für die erhobenen Vorwürfe eine Rolle spielt, ist bislang nicht geklärt und bleibt Gegenstand der Untersuchung.

Wegen des Alters der möglichen Betroffenen veröffentlicht die Staatsanwaltschaft keine näheren Angaben zu deren Identität oder zu einzelnen Vorwürfen. Diese Zurückhaltung soll Minderjährige schützen und zugleich verhindern, dass öffentliche Spekulationen Zeugenaussagen oder weitere Ermittlungen beeinflussen. Gerade bei Vorwürfen, die teils viele Jahre zurückliegen, müssen Aussagen, mögliche Beschwerden und andere Beweismittel sorgfältig miteinander abgeglichen werden.

Ein Termin für eine Gerichtsverhandlung steht nicht fest. Zunächst führt die zuständige Ermittlungsrichterin oder der zuständige Ermittlungsrichter die Untersuchung fort und kann weitere Vernehmungen sowie die Auswertung von Beweismitteln anordnen. Nach Angaben von Staatsanwältin Gressier richtet sich die Arbeit der Justiz derzeit vor allem darauf, die genaue Zahl der möglichen Betroffenen festzustellen.

Quellen

  • Radio 6
  • TF1 Info mit Angaben der Nachrichtenagentur AFP
  • Staatsanwaltschaft Boulogne-sur-Mer

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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