Politik & Gesellschaft

Tod von Sonia Bellina im Gard: 32-Jähriger in Untersuchungshaft

Nach dem gewaltsamen Tod der 29-jährigen TikTok-Creatorin Sonia Bellina in Saint-Gilles ist ein 32 Jahre alter Mann wegen Mordverdachts formell beschuldigt worden. Der Mann bestreitet laut Staatsanwaltschaft, sie getötet zu haben.

Saint-Gilles – 22.08.2026: Im Fall der getöteten TikTok-Creatorin Sonia Bellina ist ein 32 Jahre alter Mann am Freitag wegen Mordverdachts formell beschuldigt und in Untersuchungshaft genommen worden. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft von Nîmes räumte der Beschuldigte die Tötung der 29-Jährigen nicht ein. Bellina war in sozialen Netzwerken einem größeren Publikum bekannt.

Ihr Leichnam war am Morgen des 12. August in Weinbergen bei Saint-Gilles im Département Gard entdeckt worden. Die Gemeinde liegt rund 20 Kilometer südlich von Nîmes. Zunächst war die Identität der Toten ungeklärt. Eine DNA-Untersuchung bestätigte am 19. August, dass es sich um die in Nîmes wohnhafte Sonia Bellina handelte. Ihre Familie hatte sich nach ihrem Verschwinden an die Öffentlichkeit gewandt.

Der Beschuldigte war am Mittwoch, dem 19. August, festgenommen worden. Ein zweiter Mann, den die Polizei ebenfalls in Gewahrsam genommen hatte, kam am Donnerstag wieder frei. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft genügten die bis dahin gewonnenen Erkenntnisse nicht, um ihm eine Beteiligung an der Tat zuzuschreiben. Die weiteren Ermittlungen konzentrierten sich daraufhin auf den 32-Jährigen.

Dieser räumte demnach ein, Sonia Bellina in der mutmaßlichen Tatnacht sowie bereits am Vorabend getroffen zu haben. Zu den näheren Umständen äußerte er sich laut Staatsanwaltschaft nicht und machte von seinem Schweigerecht Gebrauch. Die Ermittler gehen nach dem bisherigen Stand davon aus, dass er ihr letzter bekannter Kontakt war. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Die bisherigen Erkenntnisse weisen nach Darstellung der Staatsanwaltschaft auf ein zuvor verabredetes, bezahltes sexuelles Treffen hin. Hinweise auf eine darüber hinausgehende persönliche Beziehung zwischen beiden gebe es bislang nicht. Diese Angaben gehören zum vorläufigen Ermittlungsstand; weder der genaue Tatablauf noch ein mögliches Motiv sind damit geklärt.

Die Staatsanwältin von Nîmes, Cécile Gensac, verwies außerdem auf frühere Verurteilungen des Mannes, darunter wegen häuslicher Gewalt und Drogendelikten. Infolge einer Verurteilung durch ein Gericht in Lille im Dezember 2023 habe er eine elektronische Vorrichtung tragen müssen und unter Aufsicht der Bewährungshilfe gestanden. Frühere Urteile belegen jedoch nicht die gegenwärtigen Vorwürfe.

Die formelle Beschuldigung bedeutet im französischen Strafverfahren, dass der Ermittlungsrichter hinreichend gewichtige Anhaltspunkte für eine mögliche Tatbeteiligung sieht. Sie ist weder mit einer Anklage noch mit einer Verurteilung gleichzusetzen. Die Untersuchungshaft soll insbesondere den Fortgang der Ermittlungen sichern.

Die Suche nach Sonia Bellina war in sozialen Netzwerken von zahlreichen Reaktionen begleitet worden, darunter nach Angaben der Familie auch verletzende Beiträge. Der Anwalt der Angehörigen kündigte rechtliche Schritte gegen strafbare Online-Angriffe an. Die Untersuchung wird unter Leitung der Justiz in Nîmes fortgesetzt.

Quellen

  • Franceinfo
  • AFP via Boursorama
  • TF1 Info
  • Europe 1

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).