Paris – 05.08.2026: Postkarten, Armbänder, Magnete und regionale Produkte gehören für viele Reisende weiterhin zum Ferienerlebnis. Nach einem aktuellen Bericht von Franceinfo achten Touristinnen und Touristen in diesem Sommer jedoch stärker auf den Preis. Spontane Käufe in Souvenirläden, auf Märkten oder an Ausflugsorten werden genauer abgewogen, weil Anreise und Aufenthalt bereits einen größeren Teil des verfügbaren Budgets beanspruchen.
Die Zurückhaltung entspricht den Ergebnissen einer im Juni veröffentlichten Untersuchung von Cofidis und CSA Research. Demnach wollen 70 Prozent der befragten französischen Reisewilligen ihr Urlaubsbudget begrenzen. Als wichtigsten Grund nannten 65 Prozent die gestiegenen Preise. Der durchschnittlich geplante Ferienetat lag laut Studie bei 1.748 Euro und damit so niedrig wie seit 2022 nicht mehr.
Besonders ausgeprägt ist der Sparwille bei Ausgaben, die über Unterkunft, Anreise und Grundversorgung hinausgehen. 58 Prozent der Befragten erklärten, kleine Vergnügungen und Souvenirs einschränken zu wollen. Restaurantbesuche und Verpflegung nannten 52 Prozent, Freizeitaktivitäten 41 Prozent. Andenken gehören somit zu den ersten Posten, die Haushalte bei knapper Kalkulation reduzieren.
Für Händler in Ferienorten wird damit der Wert jedes einzelnen Verkaufs wichtiger. Ein Magnet oder Armband mag günstig erscheinen, doch Familien summieren solche Ausgaben über mehrere Urlaubstage und für mehrere Beschenkte. Waren mit erkennbarem örtlichem Bezug, praktischem Nutzen oder nachvollziehbarer Herstellung könnten daher bessere Chancen haben als austauschbare Massenartikel. Zugleich wächst der Druck, Preise und Herkunft transparent auszuweisen.
Der Kostendruck beginnt schon vor dem Besuch eines Souvenirgeschäfts. 71 Prozent der künftigen Urlauber sehen laut Cofidis einen Einfluss höherer Kraftstoffpreise auf ihre Reisekasse. 64 Prozent berücksichtigen diese Kosten bei der Wahl des Ziels, 61 Prozent erwägen einen Aufenthalt näher am Wohnort. Wer mehr für Fahrt und Unterkunft aufwendet, hat vor Ort weniger Spielraum für zusätzliche Einkäufe.
Die Erhebung misst Absichten und keine tatsächlich getätigten Käufe. Sie beschreibt gleichwohl ein Konsummuster: Viele Menschen verzichten nicht grundsätzlich auf Ferien, ziehen aber engere Grenzen bei Nebenausgaben. Knapp die Hälfte der Befragten plant, häufiger selbst zu kochen, statt im Restaurant zu essen; 41 Prozent wollen kostenlose oder preisgünstige Aktivitäten bevorzugen. Damit konkurriert das Erinnerungsstück unmittelbar mit Mahlzeiten und Ausflügen um einen begrenzten Betrag.
Souvenirs bleiben Teil des touristischen Geschäfts, werden jedoch gezielter ausgewählt. Für Verkäufer gewinnen ein angemessener Preis, erkennbare Qualität und regionale Herkunft an Gewicht. Die Cofidis-Studie beruht auf einer Onlinebefragung von 1.010 Erwachsenen in Frankreich, die CSA Research vom 5. bis 7. Mai 2026 durchgeführt hat.
Quellen
- Franceinfo
- Cofidis
- CSA Research
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).