Umwelt

Vier Franzosen nach Himalaya-Flut weiter vermisst

Nach den verheerenden Sturzfluten in Nepal und Tibet werden vier französische Staatsangehörige weiter gesucht. Mindestens 633 Menschen kamen ums Leben, fast 3.000 gelten als vermisst.

Kathmandu – 29.08.2026: Vier französische Staatsangehörige werden nach den schweren Sturzfluten und Erdrutschen im Grenzgebiet zwischen Nepal und dem chinesischen Tibet weiter vermisst. Das französische Außenministerium bestätigte ihre Zahl am Freitag, 28. August. Nach den am Samstag veröffentlichten Angaben nepalesischer Behörden kamen in Nepal 626 Menschen ums Leben; aus Tibet wurden sieben weitere Todesopfer gemeldet. Fast 3.000 Menschen galten auf beiden Seiten der Grenze als vermisst.

Auf einer von nepalesischen Behörden veröffentlichten Liste stehen drei Frauen und ein Mann mit französischer Staatsangehörigkeit: Betty Benredouane, Vyshnavi Culan, Kateryna Duzenko und Kapil Mahajan. Die Angaben beruhen auf einer behördlichen Erfassung und wurden von mehreren Medien überprüft. Über den Aufenthaltsort der Vermissten oder mögliche Kontakte zu Rettungskräften lagen am Samstag keine bestätigten Informationen vor.

Benredouane, Culan und Mahajan waren den verfügbaren Angaben zufolge über den in Kathmandu ansässigen Reiseveranstalter Trekkers' Society registriert. Das Unternehmen organisiert Reisen zum heiligen Berg Kailash und zum Manasarovar-See im tibetischen Hochland. Die Route zieht Pilger und Trekkingreisende an. Sie führt über den Grenzübergang Gyirong, der von den Schlamm- und Geröllmassen besonders schwer getroffen wurde. Beschädigte Straßen und unterbrochene Verbindungen erschweren dort die Suche.

Kateryna Duzenko reiste demnach getrennt von dieser Gruppe und war bei einem anderen Anbieter gemeldet. Medien berichteten, die 38-jährige Französisch-Ukrainerin habe sich zuvor mehr als zehn Jahre bei der französischen Organisation Yahad-In Unum engagiert. Diese dokumentiert Orte nationalsozialistischer Massenverbrechen. Zu Duzenkos genauer Route und dem Zeitpunkt, an dem der Kontakt zu ihr abriss, wurden keine amtlich bestätigten Einzelheiten veröffentlicht.

Die Katastrophe begann am Mittwoch, 26. August, nach dem Einsturz eines Gletscherabschnitts im Himalaya. Eis, Fels und Wasser setzten gewaltige Schlamm- und Geröllmassen in Bewegung. Sie verwüsteten Täler, zerstörten Straßen und Häuser und beschädigten Anlagen der Energieversorgung. In Nepal wurden 2.426 Vermisste gezählt, darunter 517 ausländische Staatsangehörige. Auf tibetischer Seite fehlten nach Behördenangaben 554 Menschen, unter ihnen 260 Ausländer.

Die Rettungsarbeiten konzentrieren sich auf den nepalesischen Distrikt Rasuwa, die Umgebung von Nuwakot und den Grenzraum bei Gyirong. Hubschrauber brachten am Samstag Überlebende aus Trishuli in Sicherheit und lieferten Hilfsgüter in abgeschnittene Gebiete. Die französische Botschaft in Kathmandu steht nach Angaben des Außenministeriums mit den nepalesischen und chinesischen Stellen in Verbindung.

Nepals Armee durchsucht zugleich einen verschlammten Tunnel des Wasserkraftprojekts Upper Trishuli-1. Dort könnten nach ihren Angaben noch mehr als 100 Menschen eingeschlossen sein. Die zerstörte Infrastruktur und die große Zahl unzugänglicher Orte machen es den Einsatzkräften weiterhin schwer, das Ausmaß der Katastrophe vollständig zu erfassen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Französisches Außenministerium
  • Nepalesische Katastrophenschutzbehörde
  • Associated Press
  • TF1 Info
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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