Politik & Gesellschaft

Waldbrand bei Ponteves: Hunderte Menschen im Var in Sicherheit gebracht

Der Großbrand am Gros Bessillon hält die Einsatzkräfte im Var weiter in Atem. Mehrere hundert Menschen mussten ihre Häuser verlassen, während Feuerwehr und Gendarmerie den Schutz der bedrohten Orte organisieren.

Ponteves – 22.07.2026: Über dem Massiv des Gros Bessillon steht noch immer Rauch, während die Einsatzkräfte im Hinterland des Var gegen einen Großbrand arbeiten. Das Feuer war am Dienstag, 21. Juli, nahe Ponteves ausgebrochen und hatte sich in kurzer Zeit über trockenes, schwer zugängliches Gelände ausgebreitet. Am Mittwoch dauerte der Einsatz an; die Lage blieb für Anwohner mehrerer Gemeinden angespannt.

Nach Angaben der Präfektur des Var griffen die Flammen auf Gebiete rund um Ponteves, Cotignac, Correns und Montfort-sur-Argens über. Für mehrere hundert Bewohner wurden vorsorgliche Evakuierungen angeordnet. Gendarmen begleiteten die Menschen aus gefährdeten Bereichen, sicherten Zufahrten für die Rettungskräfte und kontrollierten betroffene Siedlungen. Für viele Familien bedeutete das: wichtige Dinge greifen, das Haus verlassen und auf neue Anweisungen warten.

Die Feuerwehr führte ihren Einsatz auch nach der Nacht mit großem Aufgebot fort. Nach einem Lagebericht vom Mittwochmittag waren rund 1.200 Feuerwehrleute im Einsatz. Der Brand hatte bis dahin etwa 2.550 Hektar Vegetation erfasst. Die Präfektur sprach von einem Feuer, das weiterhin an einem ausgedehnten Berghang brenne. Ziel der Kräfte war es, weitere Ausbreitung in Richtung bewohnter Zonen zu verhindern.

Die Bilanz zeigt, wie schnell ein Waldbrand den Alltag einer ganzen Region verändern kann. Am Morgen waren nach Behördenangaben noch 340 Haushalte in Cotignac und 48 in Ponteves ohne Strom. In der Nacht zuvor waren zeitweise etwa 2.600 Haushalte betroffen. Stromausfälle, gesperrte Zufahrten und die Ungewissheit über die Rückkehr in die eigenen vier Waende gehören für die Betroffenen zu den unmittelbaren Folgen des Einsatzes.

Die Präfektur ordnete für Donnerstag, 23. Juli 2026, im gesamten Département zusätzliche Schutzmassnahmen an. In Waldgebieten und an deren Rändern sind unter anderem bestimmte Aktivitäten und offenes Feuer untersagt. Damit reagieren die Behörden auf die ausserordentlich angespannte Waldbrandlage im Var. Auch der Brand bei Taradeau-Les Arcs hatte in den vergangenen Tagen große Flächen und zahlreiche Wohnhäuser beeinträchtigt.

Zur Ursache des Feuers bei Ponteves lagen am Mittwoch keine gesicherten offiziellen Angaben vor. Die Priorität gilt deshalb weiter dem Schutz von Menschen, Häusern und Verkehrswegen sowie der Eindammung der Flammen. Bewohner der betroffenen Orte sollen die Anordnungen der Einsatzleitung beachten und nicht eigenständig in evakuierte Bereiche zurückkehren. Ob und wann einzelne Evakuierungen aufgehoben werden, hängt von der weiteren Entwicklung am Gros Bessillon ab.

Der Brand ist nicht nur eine Aufgabe für die Feuerwehr, sondern ein Einschnitt für die kleinen Gemeinden rund um das Massiv. Hinter den Einsatzmeldungen stehen Menschen, die ihre Nacht ausserhalb ihres Zuhauses verbringen mussten, Helfer an den Absperrungen und Kräfte, die in der Hitze um jedes geschützte Haus ringen. Am Mittwochabend blieb die Wachsamkeit im Var deshalb hoch.

Quellen

  • Präfektur des Var: Lagebericht zum laufenden Waldbrand
  • Präfektur des Var: Schutzmassnahmen für den 23. Juli 2026
  • AFP Video über den Einsatz am Gros Bessillon

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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