Bordeaux – 27.07.2026: Der große Waldbrand in der Gironde ist in der Nacht zum Montag nach Angaben von Franceinfo weitgehend stabil geblieben. Eine Entwarnung ist damit jedoch nicht verbunden. Seit Beginn des Einsatzes wurden 84 Feuerwehrleute verletzt. Rund 220.000 Menschen mussten in mehreren Gemeinden vorsorglich ihre Häuser, Ferienunterkünfte oder Arbeitsorte verlassen. Die Behörden halten die Schutzmaßnahmen aufrecht.
Nach dem jüngsten Lagebild sind etwa 2.500 Feuerwehrleute im Einsatz. Unterstützt werden sie von rund 1.500 Soldaten sowie 1.200 Polizisten und Gendarmen. Die Kräfte sichern gefährdete Gebiete, begleiten Evakuierungen, regeln den Verkehr und halten Zufahrten für Lösch- und Rettungsfahrzeuge frei. Absperrungen sollen zudem verhindern, dass Bewohner oder Urlauber vorzeitig in bedrohte Zonen zurückkehren.
Besonders betroffen ist das Gebiet zwischen dem Médoc und dem Becken von Arcachon. Die nationale Gendarmerie hatte bereits am 24. Juli den vollständigen Evakuierungsplan für die Halbinsel Cap Ferret bestätigt. Zehntausende Bewohner und Feriengäste wurden über die Départementsstraße RD 106 sowie mit Schiffen fortgebracht. Während der Evakuierung war auch die Schifffahrt im Becken von Arcachon eingeschränkt.
Allein die Gendarmerie mobilisierte in der Gironde nach eigenen Angaben 440 Kräfte, darunter mobile Einheiten. Außerdem kamen ein Hubschrauber, Drohnen und Boote zum Einsatz. Neben der Begleitung der Evakuierten gehören die Absperrung der Brandgebiete und die Unterstützung möglicher Ermittlungen zur Brandursache zu ihren Aufgaben. Zum Zeitpunkt ihres Lageberichts waren keine Verletzten unter Zivilpersonen oder Angehörigen der staatlichen Sicherheitskräfte gemeldet. Diese Angabe erfasst die verletzten Feuerwehrleute nicht.
Die Zahl von 84 verletzten Einsatzkräften belegt die außergewöhnliche Belastung der Löschmannschaften. Nähere Angaben zur Art und Schwere sämtlicher Verletzungen lagen zunächst nicht vor. Bei einem Einsatz dieser Größenordnung müssen die Verantwortlichen zugleich Ablösungen organisieren, erschöpfte Kräfte versorgen und genügend Personal für erneut aufflammende Brandherde bereithalten.
Dass das Feuer über Nacht weitgehend stabil blieb, beschreibt lediglich seine aktuelle Ausbreitung. Glutnester, trockene Vegetation und wechselnder Wind können die Lage erneut verschärfen. Deshalb bleiben Evakuierungen, Straßensperren und Zugangsbeschränkungen bestehen. Die Maßnahmen treffen in der sommerlichen Hauptreisezeit auch zahlreiche Feriengäste rund um Cap Ferret und Arcachon. Vorrang hat nach Angaben der Gendarmerie weiterhin der Schutz der Bevölkerung; eine Rückkehr in die geräumten Gebiete ist erst nach Freigabe durch die Behörden möglich.
Quellen
- Franceinfo
- Gendarmerie nationale
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).