Umwelt

Waldbrand in der Gironde: Bürgermeister meldet 175 zerstörte Häuser in Le Porge

Nach dem Großbrand bei Saumos sind in Le Porge nach Angaben des Bürgermeisters 175 Häuser vollständig zerstört. Der evakuierte Ort bleibt aus Sicherheitsgründen für Rückkehrer gesperrt.

Le Porge – 26.07.2026: Der Waldbrand in der Gironde hat in der Gemeinde Le Porge nach Angaben von Bürgermeister Martial Zaninetti 175 Häuser vollständig zerstört. Am Sonntag beschrieb er das Schadensbild als katastrophal. Die Flammen erreichten Wohnviertel am Rand des Ortes; das Zentrum blieb nach den bislang vorliegenden Informationen verschont.

Die Gemeinde appellierte an die Einwohner, keinesfalls eigenständig zurückzukehren. Das Betreten des evakuierten Ortes ist weiterhin untersagt, während Einsatzkräfte gefährdete Bereiche sichern und nach Glutnestern suchen. Auf der Internetseite des Rathauses heißt es, die Schadensaufnahme dauere an. Einzelne Adressen konnten zunächst nicht eindeutig erfasst werden.

Das Feuer war am 22. Juli in Saumos nördlich des Bassin d'Arcachon ausgebrochen. Das französische Innenministerium bezeichnete es zwei Tage später als den bis dahin größten Waldbrand der laufenden Saison. Gleichzeitig kämpften Feuerwehr und Zivilschutz in der Gironde und im benachbarten Département Landes gegen mehrere größere Brände. Die Vielzahl der Einsatzorte erforderte eine überregionale Mobilisierung der Kräfte.

Die Bilanz für Le Porge ist noch vorläufig. Das Rathaus veröffentlichte zunächst eine Liste mit 152 beschädigten oder zerstörten Wohnhäusern. Zaninetti nannte am 26. Juli dagegen 175 vollständig zerstörte Häuser. Eine am Nachmittag veröffentlichte Bilanz der Präfektur, über die AFP berichtete, verzeichnete rund 170 betroffene Häuser in Le Porge und 240 zerstörte Wohngebäude im gesamten Brandgebiet. Die Abweichungen dürften auch auf unterschiedliche Erfassungszeitpunkte und Schadenskategorien zurückgehen.

Le Porge liegt nahe dem Ausgangspunkt des Feuers und war vollständig evakuiert worden. Feuerwehrleute waren weiterhin damit beschäftigt, Straßen und Grundstücke abzusichern sowie verbliebene Brandherde zu bekämpfen. Da große Flächen bereits verbrannt sind, bewerteten die Rettungsdienste das Risiko eines erneuten, sehr großflächigen Durchlaufs zuletzt als geringer. Eine Freigabe für die Bewohner ist damit jedoch nicht verbunden.

Für Eigentümer und Mieter beginnt unterdessen die Dokumentation der Verluste für Versicherungen und mögliche Hilfen. Die Gemeinde richtete eine telefonische Anlaufstelle ein und veröffentlicht erfasste Adressen beschädigter Häuser. Neue Angaben sollen erst nach Prüfung der Sicherheitslage und der Zugänglichkeit einzelner Straßen folgen.

Der Ort zählt rund 3.500 Einwohner. Wie viele Menschen dauerhaft ihre Unterkunft verloren haben, ist noch nicht abschließend erfasst. Fest steht bislang, dass der Brand einen erheblichen Teil des örtlichen Wohnbestands getroffen hat und die Rückkehr am 26. Juli aus Sicherheitsgründen verboten blieb.

Quellen

  • Mairie de Le Porge
  • Ministère de l'Intérieur
  • Franceinfo
  • AFP via Europe 1
  • TF1 Info

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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