Politik & Gesellschaft

Waldbrand in Gironde: Cap-Ferret komplett evakuiert

Ein Großbrand nahe Saumos hat nach Behördenangaben mehr als 10.000 Hektar erfasst. Rund 40.000 Menschen wurden aus der Halbinsel Lège-Cap-Ferret und umliegenden Bereichen in Sicherheit gebracht.

Lège-Cap-Ferret – 25.07.2026: Ein großflächiger Waldbrand in der Gironde hat die vollständige Evakuierung der Halbinsel Lège-Cap-Ferret ausgelöst. Nach dem jüngsten offiziellen Lagebild und übereinstimmenden Berichten erstreckt sich das Feuer vom Ausgangspunkt bei Saumos bis in Richtung Cap-Ferret. Mehr als 10.000 Hektar Wald und Vegetation wurden von den Flammen erfasst. Rund 40.000 Bewohner, Urlauber und weitere Anwesende wurden in Sicherheit gebracht oder sollten die betroffenen Bereiche verlassen.

Die Präfektur der Gironde setzte am Freitag, 24.07.2026, einen vorbereiteten Evakuierungsplan in Kraft. Die Halbinsel wurde sowohl über die Straße als auch auf dem Wasser geräumt. Die einzige Straßenverbindung, die Départementsstraße D106 in Richtung Bordeaux, wurde für die Evakuierung abgesichert. Zusätzlich kamen Passagierschiffe zum Einsatz, um Menschen über das Becken von Arcachon aus dem gefährdeten Gebiet zu bringen.

Die Anordnungen wurden schrittweise nach Ortsteilen umgesetzt, um Verkehrsstaus auf der schmalen Halbinsel zu verhindern. Mobiltelefone in den betroffenen Zonen erhielten Warnmeldungen mit der Aufforderung, die jeweiligen Sektoren unverzüglich zu verlassen. Besonders im Sommer stellt die hohe Zahl an Feriengästen die Einsatzkräfte vor erhebliche logistische Herausforderungen. Die Behörden richteten Sammel- und Betreuungsstellen in mehreren Gemeinden der Region ein.

Der Brand war bei den jüngsten Meldungen noch nicht unter Kontrolle. Feuerwehrleute kämpfen weiterhin gegen die Ausbreitung der Flammen, die durch ungünstige Wetterbedingungen und die trockene Vegetation begünstigt wird. Der französische Innenminister Laurent Nuñez bezeichnete das Feuer in der Gironde als den bislang größten Waldbrand der laufenden Saison. Die genaue Entwicklung bleibt von Wind, Temperatur und der Wirksamkeit der Löscharbeiten abhängig.

Der Evakuierungsplan für Lège-Cap-Ferret war nach den schweren Waldbränden des Jahres 2022 ausgearbeitet und 2023 offiziell beschlossen worden. Er legt die Zusammenarbeit von Land- und Seebehörden fest und sieht insbesondere die Verlegung gefährdeter Menschen mit Schiffen vor. Die vorsorgliche Planung sollte verhindern, dass die Halbinsel bei einer schnellen Annäherung von Flammen nur über eine einzige Straßenverbindung verlassen werden kann.

Neben dem Einsatz in der Gironde wurden auch europäische Löschmittel zur Unterstützung Frankreichs angefordert. Nach Angaben des Präsidenten wurden unter anderem Löschflugzeuge aus Kroatien und Portugal sowie schwere Hubschrauber aus Tschechien und der Slowakei angekündigt. Sie sollen die französischen Kräfte bei mehreren gleichzeitig laufenden Waldbrändeinsätzen verstärken.

Für die Evakuierten hat weiterhin die Beachtung der amtlichen Anweisungen Vorrang. Eine Rückkehr in geräumte Gebiete ist erst möglich, wenn Präfektur, Feuerwehr und Sicherheitskräfte die betroffenen Zonen ausdrücklich freigeben. Angaben zur Brandursache wurden bislang nicht abschließend bestätigt. Medienberichte nennen eine mögliche unbeabsichtigte Entstehung; die Ermittlungen der zuständigen Behörden dauern an.

Quellen

  • Präfektur der Gironde
  • Le Monde
  • Präfektur maritime Atlantik

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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