Umwelt

Waldbrand westlich von Athen flammt erneut auf

Nahe Porto Germeno westlich von Athen kämpfen Hunderte Einsatzkräfte gegen einen ausgedehnten Waldbrand. Starke Winde erschweren die Löscharbeiten aus der Luft; mehrere Orte wurden vorsorglich evakuiert.

Porto Germeno – 03.08.2026: Westlich von Athen ist ein großer Waldbrand erneut aufgeflammt. In den bewaldeten Bergen oberhalb des Ferienorts Porto Germeno kämpfen Feuerwehrleute gegen Glutnester und neue Flammenfronten. Starke bis stürmische Winde treiben das Feuer durch trockenes Kiefernland und machen die Lage schwer berechenbar. Dichter Rauch liegt über den Hängen; die Einsatzkräfte versuchen vor allem, Zufahrtswege und bewohnte Küstenabschnitte zu schützen.

Nach Angaben der griechischen Behörden und übereinstimmenden Medienberichten brach das Feuer am Freitag, dem 31. Juli, nahe dem Küstenort Agios Vasileios aus. Von dort breitete es sich in Richtung Porto Germeno am Golf von Korinth aus. Am Wochenende wurden Menschen aus gefährdeten Gebieten über den Seeweg in Sicherheit gebracht, nachdem Rauch und Flammen die wenigen Straßenverbindungen entlang der Küste zeitweise bedroht hatten.

Zuletzt waren nahezu 500 Feuerwehrleute sowie zahlreiche Löschflugzeuge und Hubschrauber mobilisiert. Die heftigen Winde schränken den Einsatz aus der Luft allerdings ein: Die Besatzungen können Wasser nicht jederzeit sicher aufnehmen oder nahe genug an die Brandherde heranfliegen. Evakuierungsanordnungen galten unter anderem für Kandili, Agia Skepi und Toutouli. Am Boden arbeiten die Einsatzkräfte daran, Feuerschneisen zu sichern und ein Übergreifen der Flammen auf weitere Siedlungen zu verhindern.

Eine amtlich bestätigte Bilanz der verbrannten Fläche lag zunächst nicht vor. Der Waldbrandmeteorologe Theodoros Giannaros vom Nationalen Observatorium Athen schätzte das betroffene Gebiet auf 40 bis 50 Quadratkilometer. Dabei handelt es sich nicht um eine behördliche Endbilanz. Solange Brandstellen aktiv sind, kann sich die erfasste Fläche weiter verändern. Auch zu möglichen Schäden an Häusern und zur Gesamtzahl der Evakuierten machten die Behörden zunächst keine abschließenden Angaben.

Griechenland hat seine Vorsorge gegen Waldbrände in den vergangenen Jahren ausgebaut. Für die Brandsaison 2026 wurden zusätzliche Überwachungskapazitäten, Luftaufklärung und eine engere Koordinierung von Feuerwehr, Kommunen und Zivilschutz vorbereitet. In Attika sollen mehr als 4.500 Feuerwehrangehörige zur Verfügung stehen, ergänzt durch 30 Drohnen zur frühen Erkennung von Brandherden. Bei starkem Wind und ausgetrockneter Vegetation können sich Feuer dennoch binnen kurzer Zeit über große Gebiete ausbreiten.

Über den europäischen Katastrophenschutzmechanismus steht weitere Hilfe bereit. Die EU unterhält für die Brandsaison eine gemeinsame Reserve aus Löschflugzeugen, Hubschraubern und internationalen Bodenteams. Nahe Porto Germeno kamen nach bisherigen Informationen auch spezialisierte Waldbrandteams sowie zeitweise Kräfte aus Frankreich und Rumänien zum Einsatz.

In Porto Germeno und den umliegenden Bergdörfern bleibt die Feuerwehr wegen möglicher Wiederentzündungen in Alarmbereitschaft. Eine offizielle Entwarnung für das Brandgebiet westlich von Athen gab es bis Montagabend nicht.

Quellen

  • Franceinfo RSS
  • Associated Press
  • Europäische Kommission – Katastrophenschutz
  • Griechisches Programm AIGIS

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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