Wirtschaft

Waldbrände belasten die Wirtschaft im Südwesten Frankreichs

Die schweren Waldbrände in der Gironde und im Département Landes treffen den Tourismus mitten in der Hochsaison. Wirtschaftsminister Roland Lescure spricht von einem wirtschaftlichen Schock für die Region.

Paris – 27.07.2026: Die seit vergangener Woche wütenden Waldbrände in der Gironde und im Département Landes werden nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Roland Lescure zu einer erheblichen Belastung für die regionale Wirtschaft. Lescure sprach am Montag in Paris von einem wirtschaftlichen Schock für das besonders schwer getroffene Gebiet. Handelsminister Serge Papin rechnet zugleich mit Störungen des Tourismus während der Hochsaison.

Die wirtschaftliche Tragweite ergibt sich vor allem aus der Ausdehnung der Feuer in einer Region, deren Küstenorte, Campingplätze, Ferienunterkünfte und Dienstleistungsbetriebe im Juli und August gewöhnlich stark ausgelastet sind. Evakuierungen, Zugangsbeschränkungen und die Absicherung gefährdeter Gebiete treffen viele Unternehmen in den umsatzstärksten Wochen des Jahres. Konkrete Schadenssummen oder ein staatliches Hilfsprogramm nannten die Minister zunächst nicht.

Auch für die Einsatzkräfte bleibt die Lage angespannt. Nach Angaben des Innenministeriums waren bis zum 24. Juli seit Jahresbeginn landesweit bereits mehr als 50.000 Hektar verbrannt; gleichzeitig wurden 32 weitere Brände registriert. In der Gironde und im Département Landes mobilisierten Staat und Präfekturen Feuerwehren, Sicherheitskräfte sowie Unterstützung aus der Luft. Die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen konzentrieren sich zwar auf den Südwesten, der Umfang des Einsatzes reicht jedoch deutlich über die regionalen Kapazitäten hinaus.

Besonders schwer wiegen die Folgen für die Bevölkerung und den Reiseverkehr an der Atlantikküste. Die Gendarmerie berichtete am 24. Juli von außergewöhnlich heftigen Bränden in beiden Départements und einer vollständigen Evakuierungsanordnung für die Halbinsel Cap Ferret. Nahezu 700 Gendarmen waren demnach mit Evakuierungen, Zugangskontrollen, dem Schutz der Bevölkerung und strafrechtlichen Ermittlungen befasst.

Der Verlust von Waldflächen betrifft die regionale Wirtschaft über die laufende Urlaubssaison hinaus. Die Landes de Gascogne zählen zu den wichtigsten französischen Forstgebieten; die Bewirtschaftung der ausgedehnten Kiefernwälder trägt wesentlich zur lokalen Wertschöpfung bei. Die Feuer bedrohen daher touristische Angebote, forstwirtschaftliche Bestände und Verkehrsverbindungen in einem Gebiet, in dem Ferienorte und Waldflächen eng nebeneinanderliegen.

Der Staat verstärkt inzwischen auch seine technischen Mittel. Das Innenministerium teilte am Montag mit, bei den Bränden in der Gironde sei erstmals nach einem zuvor erprobten Verfahren ein militärisches Transportflugzeug vom Typ A400M eingesetzt worden. Es kann mit einem System zum Abwurf von Löschmittel ausgerüstet werden und ergänzt damit die vorhandenen Luft- und Bodeneinheiten des Zivilschutzes.

Nach den schweren Feuern des Sommers 2022 hatten Staat und Regionen den Waldbrandschutz im Südwesten ausgebaut, darunter die Versorgung von Löschflugzeugen. Die aktuellen Brände treffen dennoch zahlreiche Betriebe in der Gironde und im Département Landes mitten in der wichtigsten Saison.

Quellen

  • Reuters via Zonebourse
  • Französisches Innenministerium
  • Gendarmerie nationale
  • Französischer Zivilschutz

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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