Bordeaux – 26.07.2026: Die schweren Waldbrände in der Gironde haben am Sonntag den Verkehr südlich von Bordeaux weitgehend zum Erliegen gebracht. Die französische Bahngesellschaft SNCF stellte den Zugverkehr in Richtung Süden bis auf Weiteres ein. Betroffen sind Verbindungen durch die Landes, ins französische Baskenland und zur spanischen Grenze. Reisende müssen mit Ausfällen, Umleitungen und erheblichen Verzögerungen rechnen.
Auch die wichtigste Straßenverbindung in der Region ist unterbrochen. Die Autobahn A63, die Bordeaux über Bayonne mit Spanien verbindet, wurde auf mehreren Abschnitten gesperrt. In Fahrtrichtung Norden reicht die Sperrung nach Angaben staatlicher Stellen von der Anschlussstelle Liposthey bis Cestas. In Richtung Süden ist die Strecke zwischen dem Autobahnring von Bordeaux und Marcheprime geschlossen. Vinci Autoroutes sprach von einer Unterbrechung auf rund 70 Kilometern südlich der Stadt und verwies auf Ausweichstrecken über die A62.
Die Behörden wollen mit den Sperrungen verhindern, dass Reisende in gefährdete Gebiete geraten oder Rettungsarbeiten behindern. Feuer und dichter Rauch können Straßen binnen kurzer Zeit unpassierbar machen; zudem benötigen Einsatzfahrzeuge freie Zufahrten zu den Brandzonen. Welche Abschnitte befahrbar sind, kann sich daher kurzfristig ändern. Autofahrer sollen die betroffene Region nach Möglichkeit meiden und ausschließlich den amtlich ausgewiesenen Umleitungen folgen.
Die Präfektur der Gironde ordnete in der Nacht und am Sonntagmorgen weitere Evakuierungen im Großraum Bordeaux an. Betroffen sind Orte, die durch die Ausbreitung der Flammen oder starke Rauchentwicklung gefährdet sein können. Nach dem am Sonntag veröffentlichten Lagebild wurden in der Gironde mehr als 220.000 Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht. Eine Rückkehr kommt nach Angaben der Behörden erst infrage, wenn die Lage in den jeweiligen Gebieten dies zulässt.
Für die Rettungskräfte verschärft der Reiseverkehr die ohnehin schwierigen Bedingungen. Die A63 gehört zu den zentralen Nord-Süd-Achsen im Südwesten Frankreichs und nimmt während der Ferienzeit besonders viel Verkehr auf. Ihre Sperrung belastet deshalb auch die übrigen Fernstraßen. Versorgungstransporte, Feuerwehr und Rettungsdienste sollen auf den Zufahrten zu den betroffenen Gemeinden Vorrang behalten.
Bahnreisende sollten ihre Verbindung unmittelbar vor der Abfahrt prüfen. Die SNCF veröffentlicht Änderungen und mögliche Ersatzangebote über ihre digitalen Auskunftssysteme; einen verbindlichen Termin für die Wiederaufnahme des Verkehrs gab es zunächst nicht. Für Fahrten in den Süden der Nouvelle-Aquitaine sind zusätzliche Reisezeit und weitere kurzfristige Ausfälle einzuplanen. Die A63 blieb unterdessen zwischen dem Raum Bordeaux und dem Département Landes abschnittsweise gesperrt.
Quellen
- Franceinfo
- Präfektur der Gironde
- Vinci Autoroutes
- Le Monde
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).