Politik & Gesellschaft

Waldbrände setzen Cap-Ferret-Halbinsel und Biscarrosse unter Druck

Zwei große Waldbrände halten den Südwesten Frankreichs in Atem. In der Gironde wurde die gesamte Halbinsel Cap Ferret geräumt, in Biscarrosse im Département Landes dauern Evakuierungen an.

Lège-Cap-Ferret – 24.07.2026: Der Sommermorgen begann auf der Halbinsel Cap Ferret nicht mit Strandverkehr, sondern mit Evakuierungsanweisungen. Nach dem großen Waldbrand bei Saumos ordnete die Präfektur der Gironde in der Nacht die Räumung sämtlicher Orte auf der touristisch stark besuchten Halbinsel an. Das Feuer hatte nach Behördenangaben die zuvor eingerichtete Sicherungslinie überwunden.

Zwischen Saumos, Le Porge und Lège-Cap-Ferret kämpfen rund 800 Feuerwehrleute gegen die Flammen. Mehr als 10.000 Hektar Kiefernwald sollen seit Mittwoch, 22. Juli, verbrannt sein. Etwa 20.000 Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Sechs Häuser wurden nach Angaben von Le Monde zerstört. Straßen blieben für den normalen Verkehr gesperrt, während Einsatzfahrzeuge zwischen den gefährdeten Bereichen pendelten.

Der Einsatzleiter des Feuerwehr- und Rettungsdienstes der Gironde, Marc Vermeulen, beschrieb die Lage als schwer berechenbar. Das Feuer könne sich zeitweise kaum bewegen und dann durch starke Hitze und eigene Luftströmungen plötzlich beschleunigen. Trockene Vegetation, Temperaturen von über 30 Grad und wechselnde Winde erschweren den Kräften die Arbeit. Vorrang haben der Schutz von Häusern und die sichere Räumung der betroffenen Orte.

Für viele Urlauber und Einwohner bedeutete die Evakuierung, das Nötigste zusammenzupacken und Ungewissheit auszuhalten. In Le Porge wurden Menschen in einer Sporthalle untergebracht und warteten dort auf neue Anweisungen. Die Region lebt im Sommer von ihren Campingplätzen, Ferienhäusern und dem Zugang zu Wald und Atlantik. Gerade deshalb trifft die Sperrung der Halbinsel nicht nur einzelne Dörfer, sondern einen ganzen Ferienraum.

Während die Lage in der Gironde angespannt blieb, brach am Donnerstagabend nahe Biscarrosse im benachbarten Département Landes ein weiterer großer Brand aus. Die Präfektur teilte am Freitagmittag mit, dass neben Wohnhäusern auch Campingplätze, ein Pflegeheim und ein Ferienlager von Evakuierungen betroffen seien. Das Zentrum von Biscarrosse wurde weiterhin geräumt. Die Behörden baten die Bevölkerung, Anweisungen strikt zu befolgen und das Einsatzgebiet zu meiden.

Nach Berichten von Le Monde hatte das Feuer bei Biscarrosse bis Freitag bereits mehr als 2.500 Hektar erfasst; über 23.000 Menschen mussten in der Nacht vorsorglich ihre Unterkünfte oder Wohnungen verlassen. Luftfahrzeuge wurden zwischen den beiden Brandorten neu eingesetzt. Frankreich hat zudem europäische Unterstützung über den Katastrophenschutzmechanismus rescEU angefordert, darunter Löschflugzeuge und Hubschrauber aus mehreren Partnerländern.

Zur Ursache der beiden Brände lagen am Freitag keine abschließenden, behördlich bestätigten Erkenntnisse vor. Für die Einsatzleitungen zählt zunächst, die Ausbreitung zu begrenzen und Menschen aus den Gefahrenzonen herauszuhalten. Erst wenn die Feuer dauerhaft unter Kontrolle sind, wird sich zeigen, welche Schäden in den Wäldern der Landes de Gascogne, an Häusern und an der touristischen Infrastruktur zurückbleiben.

Quellen

  • Präfektur des Départements Landes
  • Le Monde
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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