Wirtschaft

Winzer schützen ihre Weinberge vor Traubendieben

Die frühe Weinlese 2026 fällt vielerorts knapp aus. Um zusätzliche Verluste durch Diebstahl zu verhindern, verstärken Winzer und Gendarmerie die Kontrollen in den Anbaugebieten.

Dijon – 29.08.2026: Mit dem frühen Beginn der Weinlese verschärfen Winzer in mehreren französischen Anbaugebieten die Bewachung ihrer Rebflächen. Sie reagieren damit auf Traubendiebstähle, die unmittelbar vor oder während der Ernte erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen können. Nach einem am 28. August veröffentlichten Bericht von Franceinfo beauftragen inzwischen mehr Betriebe private Sicherheitsdienste, um Weinberge und Erntewege zu kontrollieren.

Besonders schwer wiegt jeder Verlust dort, wo die Erntemengen des Jahrgangs 2026 gering ausfallen. Wenn einzelne Parzellen nur wenige Trauben tragen, kann bereits die geplünderte Ernte einiger Rebzeilen die vorgesehene Produktion spürbar schmälern. Die Schutzmaßnahmen richten sich deshalb gegen Diebe, die Trauben von den Rebstöcken schneiden oder bereits gefüllte Behälter vor dem Abtransport entwenden.

Auch die Behörden haben ihre Kontrollen ausgeweitet. Die Präfektur des Départements Côte-d'Or genehmigte der Gendarmerie für die Nacht zum 27. August den Einsatz zweier Kameras aus der Luft. Sie sollten in einem begrenzten Gebiet helfen, den Diebstahl von Trauben zu verhindern, die noch an den Reben hingen oder auf den Parzellen zur Abholung bereitstanden.

In der Weinbauregion Jura berichteten lokale Medien ebenfalls von einer stärkeren Präsenz der Gendarmerie zwischen den Rebzeilen. Beamte kontrollieren während der Lese einzelne Gebiete und tauschen sich mit Winzern und Erntehelfern aus. Die Betriebe ergänzen diese staatliche Präsenz durch verschlossene Zufahrten, regelmäßige Kontrollgänge und festgelegte Alarmwege.

Private Sicherheitsdienste kommen vor allem bei abgelegenen Parzellen und größeren zusammenhängenden Rebflächen zum Einsatz, die sich nur schwer dauerhaft beaufsichtigen lassen. Nach Angaben von Franceinfo sollen die Wachleute potenzielle Täter abschrecken und verdächtige Bewegungen melden. Landesweit belastbare Zahlen zur Zahl der eingesetzten Kräfte, zur Laufzeit der Verträge oder zu den Kosten liegen bislang nicht vor.

Das Innenministerium teilte im Juli mit, dass die Zahl der registrierten Diebstähle in landwirtschaftlichen Betrieben zwischen 2016 und 2025 insgesamt um 13 Prozent gesunken sei. Zugleich hätten sich die bevorzugten Ziele der Täter verändert. Bestimmte Waren und Geräte blieben besonders gefährdet. Im Weinbau ist die kurze Zeit vor der Lese heikel: Die Trauben sind frei zugänglich und können nach einem schwachen Jahrgang einen hohen wirtschaftlichen Wert besitzen.

Die Weinlese begann 2026 in mehreren Regionen früher als in vielen Vorjahren. Der Verband der burgundischen Winzer veröffentlichte bereits im Juli einen Leitfaden zur Arbeitsorganisation, zur Beschäftigung von Saisonkräften und zu den Sicherheitsregeln. Die Bewachung der Rebflächen kommt für die Betriebe zu einer arbeitsintensiven Phase hinzu, in der sie zugleich Personal, Ernte und Abtransport koordinieren müssen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Präfektur Côte-d'Or
  • Französisches Innenministerium
  • Confédération des Appellations et des Vignerons de Bourgogne

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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