Politik & Gesellschaft

Zwei Tote bei Unfall mit Schleppboje vor Saint-Cyprien

Vor Saint-Cyprien sind zwei Menschen bei einer Fahrt mit einer Schleppboje ums Leben gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

Saint-Cyprien – 02.09.2026: Bei einem Unfall mit einer Schleppboje vor dem Strand Les Capellans in Saint-Cyprien sind am Dienstag zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Perpignan ereignete sich das Unglück am 1. September gegen 11 Uhr. Die Todesopfer waren 29 und 31 Jahre alt. Mehrere weitere Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwer.

Der 31 Jahre alte Fahrer des Motorboots gehört zu den Todesopfern. Nach ersten, noch nicht abschließend bestätigten Erkenntnissen soll er während der Fahrt aus dem Boot geschleudert worden sein. Wie die Menschen auf der gezogenen Boje anschließend ihre Verletzungen erlitten, ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Behörden legten zunächst keine gesicherte Darstellung der entscheidenden Minuten vor.

Das Unglück ereignete sich vor dem bewachten Strandabschnitt Les Capellans. Feuerwehr, Wasserretter und die nautische Einheit der Gendarmerie rückten zu einem größeren Einsatz aus. Medienberichte sprechen von insgesamt sieben Betroffenen. Neben den beiden Todesopfern wurde ein Schwerverletzter medizinisch versorgt; weitere Beteiligte erlitten leichtere Verletzungen. Über ihren Zustand und ihre Identität machten die Behörden zunächst keine näheren Angaben.

Die Staatsanwaltschaft von Perpignan leitete ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung ein. Staatsanwalt Jérôme Bourrier erklärte, in dieser frühen Phase lägen nur wenige gesicherte Erkenntnisse vor. Mit den Untersuchungen wurden die nautische Brigade der Gendarmerie und die maritime Ermittlungsbrigade in Marseille betraut. Die Fachleute sollen den Ablauf rekonstruieren, das eingesetzte Material untersuchen und Aussagen von Beteiligten sowie möglichen Zeugen auswerten.

Fahrten mit Schleppbojen zählen in vielen französischen Küstenorten zu den üblichen Wassersportangeboten. Dabei sitzen die Teilnehmer auf einem aufblasbaren Gerät, das über eine Leine mit einem Motorboot verbunden ist. Geschwindigkeit und Kurs des Boots bestimmen die Bewegungen der Boje; die Fahrgäste selbst können das Geschehen kaum beeinflussen. Umso wichtiger sind eine ständige Beobachtung der gezogenen Personen und eine schnelle Reaktion der Bootsbesatzung.

Für solche Fahrten gelten Sicherheitsregeln. Neben dem Fahrer muss sich grundsätzlich eine weitere Person im Boot befinden, die ausschließlich die Teilnehmer auf der Boje beobachtet. In Küstennähe kommen besondere Verkehrs- und Geschwindigkeitsvorgaben für Motorboote hinzu. Welche Bestimmungen für die konkrete Fahrt galten und ob sie eingehalten wurden, müssen nun die Ermittler klären.

Auch mögliche technische oder äußere Ursachen sind bislang offen. Untersucht werden dürfte, welche Rolle Geschwindigkeit, Kurs, Seegang, Ausrüstung und die Besetzung des Boots spielten. Belastbare Hinweise auf einen bestimmten Auslöser gab es am Mittwoch noch nicht. Die Staatsanwaltschaft bestätigte zuletzt, dass die genaue Ursache des tödlichen Unfalls weiterhin ungeklärt ist.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Parisien
  • Le Figaro Nautisme

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels