Gesundheit

1.243 zusätzliche Todesfälle während der Hitzewelle Anfang Juli registriert

Während der Hitzewelle Anfang Juli wurden in Frankreich 1.243 Todesfälle mehr als statistisch erwartet registriert. Ob und in welchem Umfang die Hitze dafür verantwortlich war, kann Santé publique France erst nach Auswertung aller Sommerdaten…

Paris – 19.08.2026: Während der Hitzewelle Anfang Juli sind in Frankreich 1.243 Todesfälle mehr registriert worden, als statistisch zu erwarten gewesen wären. Das teilte die nationale Gesundheitsbehörde Santé publique France am Mittwoch mit. Die Zahl beschreibt die Übersterblichkeit aller Ursachen in den betroffenen Zeiträumen und Gebieten. Sie beziffert daher nicht die Zahl der Menschen, die unmittelbar infolge der hohen Temperaturen gestorben sind.

Für ihre vorläufige Schätzung vergleicht die Behörde die gemeldeten Sterbefälle mit einem statistischen Referenzwert. Abweichungen können verschiedene Ursachen haben. Neben der Hitzebelastung kommen bestehende Erkrankungen, die Altersstruktur der Bevölkerung oder gleichzeitig auftretende Infektionen infrage. Auf Grundlage der bislang verfügbaren Daten lassen sich einzelne Todesfälle weder sicher der Hitze zuordnen noch von anderen Ursachen abgrenzen.

Eine genauere Bilanz will Santé publique France nach dem Ende des Sommers vorlegen. Erst wenn sämtliche Daten ausgewertet sind, soll nach epidemiologischen Methoden berechnet werden, wie viele Todesfälle wahrscheinlich auf die hohen Temperaturen zurückzuführen waren. Die nun genannte Zahl dient zunächst der laufenden Beobachtung der Gesamtsterblichkeit während und nach außergewöhnlichen Hitzeperioden.

Hohe Temperaturen können den Kreislauf stark belasten und chronische Erkrankungen verschärfen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge, Menschen mit Behinderungen sowie Personen mit Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen. Das Risiko steigt zusätzlich, wenn die Temperaturen nachts kaum sinken und dem Körper die Erholungsphasen fehlen. Auch Menschen, die im Freien arbeiten oder in schlecht gedämmten Wohnungen leben, können längerer Hitze nur schwer ausweichen.

Die Gesundheitsbehörde empfiehlt, regelmäßig zu trinken, körperliche Anstrengungen auf die kühleren Tagesstunden zu verlegen und Wohnräume möglichst vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Gefährdete Angehörige und alleinlebende Menschen sollten regelmäßig kontaktiert werden. Verwirrtheit, ungewöhnliche Schwäche, Schwindel oder anhaltende Beschwerden können auf eine ernsthafte gesundheitliche Beeinträchtigung hinweisen und medizinische Hilfe erforderlich machen.

Schon für die Hitzewelle vom 17. Juni bis 2. Juli hatte Santé publique France eine erhöhte Gesamtsterblichkeit ausgewiesen. Damals schätzte die Behörde in den von außergewöhnlichen Temperaturen betroffenen Gebieten 5.764 zusätzliche Todesfälle. Auch diese Zahl bezeichnete zunächst die Übersterblichkeit unabhängig von der konkreten Todesursache. Die jetzt gemeldeten 1.243 Fälle stammen aus einer weiteren Auswertung zur Hitzebelastung Anfang Juli; eine belastbare Zuordnung zur Hitze soll erst die abschließende Sommerbilanz ermöglichen.

Quellen

  • Santé publique France
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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