Politik & Gesellschaft

14-Jähriger schießt in Aubagne auf Schulleiter und Lehrerin

Ein Schüler soll im Collège Joseph-Lakanal in Aubagne mit einer Schrotflinte auf den Schulleiter und eine Lehrerin geschossen haben. Beide wurden verletzt, schweben aber nicht in Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft Marseille ermittelt wegen versuchten Mordes.

Aubagne – 12.10.2026: Ein 14 Jahre alter Schüler soll am Montagmorgen im Collège Joseph-Lakanal in Aubagne mit einer Schrotflinte auf den Schulleiter und eine Lehrerin geschossen haben. Beide wurden verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Behörden schweben sie nicht in Lebensgefahr. Der Jugendliche wurde noch in der Schule festgenommen und kam in Polizeigewahrsam.

Die Schüsse fielen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Marseille während des Unterrichtsbetriebs. Der 53 Jahre alte Schulleiter wurde demnach an der Hüfte getroffen, die Lehrerin an den Beinen verletzt. Weitere Schülerinnen und Schüler erlitten nach bisherigem Ermittlungsstand keine Schussverletzungen. Das Collège liegt in Aubagne im Département Bouches-du-Rhône, rund 15 Kilometer östlich von Marseille.

Nach Angaben der Stadt hatte der Schüler die Schule bewaffnet betreten und im Gebäude das Feuer eröffnet. Ein Beschäftigter der Einrichtung entwaffnete ihn, bevor die Einsatzkräfte eintrafen. Die Stadtverwaltung forderte Eltern zunächst auf, den Bereich zu meiden. Betroffene Familien sollten unmittelbar informiert werden.

Bei der Waffe soll es sich nach Informationen der Ermittlungsbehörden um eine Jagdflinte des Kalibers 12 gehandelt haben. Der Jugendliche habe sie in einem Gitarrenkoffer in das Schulgebäude gebracht. Diese Angaben stammen aus einer frühen Phase der Ermittlungen. Woher die Waffe kam und wie der Schüler Zugang zu ihr erhielt, ist bislang nicht geklärt.

Die Staatsanwaltschaft Marseille eröffnete ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes. Die Ermittler müssen nun den genauen Ablauf rekonstruieren, die Herkunft der Flinte klären und mögliche Beweggründe prüfen. Zu einem mutmaßlichen Motiv machten sie am Montag zunächst keine Angaben. Auch über frühere Konflikte zwischen dem Jugendlichen und den beiden Verletzten liegen bislang keine gesicherten öffentlichen Informationen vor.

Der Minderjährige genießt wegen seines Alters besonderen rechtlichen Schutz; sein Name wurde nicht veröffentlicht. Für die Ermittlungen gelten zudem besondere Regeln des französischen Jugendstrafrechts. Die Vernehmungen sollen Aufschluss darüber geben, ob die Tat vorbereitet war und ob weitere Personen von den Plänen wussten. Belege für eine Beteiligung anderer wurden zunächst nicht bekannt.

Der Unterricht wurde durch den Polizeieinsatz unterbrochen. Rettungskräfte und Sicherheitsbeamte sperrten das Gelände ab, während Eltern vor der Schule auf Nachrichten über ihre Kinder warteten. Frankreichs Regierung kündigte die Entsendung des Innenministers und des Bildungsministers nach Aubagne an. Die Kriminalpolizei sicherte Spuren im Schulgebäude; die beiden Verletzten blieben in medizinischer Behandlung.

Quellen

  • Franceinfo
  • Stadt Aubagne
  • Associated Press
  • Reuters

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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