Roeux – 30.08.2026: Ein 14 Jahre alter Jugendlicher ist am Sonntagabend an einem Bahnübergang in Roeux im Département Pas-de-Calais von einem Regionalzug erfasst worden und gestorben. Nach Angaben der Präfektur ereignete sich der Unfall gegen 20 Uhr. Der Zug war auf der Strecke von Lille nach Amiens unterwegs.
Nach den bislang veröffentlichten Erkenntnissen wollte eine Gruppe von vier Jugendlichen den Bahnübergang überqueren. Einer von ihnen wurde von dem herannahenden Zug erfasst. Die Behörden machten zunächst keine Angaben zur Identität des Opfers. Auch zu den Sekunden unmittelbar vor dem Zusammenstoß lagen am Abend keine weiteren bestätigten Informationen vor.
Gendarmerie, Feuerwehr und medizinische Rettungskräfte wurden in die Gemeinde östlich von Arras entsandt. Die Einsatzleitung richtete vor Ort einen Koordinierungsstab ein. François-Xavier Lauch, der Präfekt des Pas-de-Calais, begab sich nach Angaben der Präfektur ebenfalls zum Unfallort, um sich über den Einsatz zu informieren.
Für die Angehörigen, Augenzeugen und betroffenen Reisenden wurde eine psychologische Notfallbetreuung organisiert. Sie war in der Gemeindefesthalle von Roeux untergebracht. Das Angebot richtete sich an die Familie und das Umfeld des Jugendlichen, an Menschen, die den Zusammenstoß beobachtet hatten, sowie an Fahrgäste, die nach dem Geschehen Unterstützung benötigten.
In dem Regionalzug befanden sich den veröffentlichten Angaben zufolge 98 Reisende und drei Beschäftigte der französischen Bahn. Berichte über weitere Verletzte gab es zunächst nicht. Für die Fahrgäste wurden Busse bereitgestellt, damit sie ihre Reise fortsetzen konnten. Der Bahnverkehr zwischen Arras und Douai wurde während des Einsatzes unterbrochen. Wann die Strecke wieder vollständig freigegeben werden sollte, war zunächst nicht bekannt.
Die Unterbrechung betraf damit einen Abschnitt des regionalen Bahnnetzes zwischen den Ballungsräumen Lille und Amiens. Roeux liegt rund zehn Kilometer östlich von Arras. Der Ort ist über die Bahnstrecke mit mehreren Gemeinden im dicht besiedelten Norden Frankreichs verbunden. Die Bergungs- und Betreuungsmaßnahmen banden am Sonntagabend zahlreiche Einsatzkräfte.
Die Behörden bezeichneten ihre Angaben zum Hergang ausdrücklich als vorläufig. Offen war insbesondere, wie der Bahnübergang zum Unfallzeitpunkt gesichert war und unter welchen Umständen der Jugendliche auf die Gleise gelangte. Aus den ersten Mitteilungen ließ sich weder ein technischer Defekt noch ein Fehlverhalten ableiten. Weitergehende Angaben zu möglichen Ermittlungen wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Die Arbeit am Unfallort konzentrierte sich am Abend auf die Betreuung der Angehörigen und Zeugen, die Versorgung der Reisenden sowie die Koordination des Schienenersatzverkehrs. Den Tod des 14-Jährigen bestätigte die Präfektur des Pas-de-Calais.
Quellen
- Franceinfo
- Präfektur des Pas-de-Calais
- TF1 Info
- L'Observateur
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).