Lourdes – 27.09.2026: Rund 150.000 Gläubige sind am Sonntag zur Messe von Papst Leo XIV. nach Lourdes gekommen. Der außergewöhnliche Andrang brachte den Verkehr in der südfranzösischen Wallfahrtsstadt bereits am frühen Morgen an die Belastungsgrenze. Polizei, Rettungsdienste und freiwillige Helfer lenkten die Besucherströme zum Heiligtum Notre-Dame de Lourdes und hielten Zufahrtswege für Notfälle frei.
Die Messe wurde unter freiem Himmel auf dem Gelände des Heiligtums vor der Erscheinungsgrotte gefeiert. Nach Angaben von Vatican News nahmen neben den Pilgerinnen und Pilgern etwa 1.000 Priester, 150 Bischöfe, rund 100 Diakone und 1.500 freiwillige Helfer teil. Das Heiligtum hatte die Anmeldung schon vor dem Besuch geschlossen, nachdem die vorgesehene Höchstzahl erreicht worden war.
Lourdes ist an große Pilgergruppen gewöhnt, doch der Besuch des Papstes stellte die Stadt vor eine besondere logistische Aufgabe. Für die Gottesdienste am 26. und 27. September galten eigene Zugangs-, Sicherheits- und Verkehrsregelungen. Dennoch füllten sich die Straßen nach Angaben von Franceinfo rasch. Busse und Autos stauten sich, während viele Menschen zu Fuß zum weitläufigen Gelände am Fluss Gave de Pau unterwegs waren.
Die Belastung reichte über das Heiligtum hinaus. In den engen Straßen mussten Einsatzkräfte das Gedränge ordnen und zugleich dafür sorgen, dass medizinische Hilfe die Versammlungsorte erreichen konnte. Auch die Versorgung und spätere Abreise Zehntausender Menschen verlangten eine enge Abstimmung zwischen kirchlichen Stellen, Stadt, Sicherheitsbehörden und Hilfsdiensten. Berichte über größere Zwischenfälle lagen zunächst nicht vor.
Papst Leo XIV. zelebrierte die Messe und sprach anschließend das Angelusgebet. Lourdes gehört zu den wichtigsten Stationen seiner Frankreichreise vom 25. bis 28. September. Das Marienheiligtum in den Hautes-Pyrénées zählt zu den bedeutendsten katholischen Pilgerorten Europas. Seit dem 19. Jahrhundert reisen Kranke, Angehörige und freiwillige Begleiter dorthin; entsprechend verfügt der Ort über Einrichtungen für Menschen, die während der Wallfahrt Unterstützung oder Pflege benötigen.
Nach der Messe waren weitere Termine vorgesehen, darunter ein Besuch im Accueil Notre-Dame, einer Unterkunft für kranke und pflegebedürftige Pilger, sowie eine Begegnung im Karmel von Lourdes. Für die örtlichen Organisatoren verlagerte sich die Aufgabe anschließend auf die geordnete Abreise. Die tatsächliche Zahl der Messbesucher entsprach laut Vatican News mit rund 150.000 Menschen der zuvor angesetzten Kapazitätsgrenze.
Quellen
- Franceinfo
- Vatican News
- Heiligtum Notre-Dame de Lourdes
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).