Coquelles – 15.10.2026: Bei einer Kollision zwischen einem Minibus und einem Shuttle-Zug am französischen Eingang des Ärmelkanaltunnels sind 19 Menschen verletzt worden. Der Unfall ereignete sich am Donnerstagabend im Ladebereich des Terminals von Coquelles bei Calais. Nach Angaben der Präfektur Pas-de-Calais saßen sämtliche Verletzten in dem Kleinbus: der Fahrer und 18 Fahrgäste.
Der Minibus beförderte Lastwagenfahrer, deren Fahrzeuge für die Fahrt durch den Ärmelkanaltunnel verladen werden sollten. Nach bisherigem Ermittlungsstand kam er aus ungeklärter Ursache von der vorgesehenen Fahrspur ab und prallte seitlich gegen einen bereitstehenden Zug. Die Kollision geschah auf dem Terminalgelände vor der Einfahrt und nicht im Tunnel selbst.
Unmittelbar nach dem Unfall hatten die Behörden fünf Schwerverletzte gemeldet. Nach der medizinischen Erstversorgung wurde diese Zahl korrigiert. Zwei Menschen kamen mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in Krankenhäuser. Die übrigen 17 Betroffenen erlitten leichtere Verletzungen. Todesopfer gab es nicht; nach Angaben der Präfektur schwebte keiner der Verletzten in Lebensgefahr.
Bei den Insassen handelte es sich nach Angaben der Unterpräfektin von Calais, Agathe Cury, um Männer verschiedener Nationalitäten. Die zuständigen Konsulate wurden verständigt. Feuerwehr, Rettungsdienste und medizinisches Personal rückten mit einem Großaufgebot an. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Insgesamt befanden sich rund 200 Einsatzkräfte und weitere Mitarbeiter am Terminal.
Wie der Minibus in den Bereich des Zuges geraten konnte, ist noch unklar. Die Ermittler wollen die Fahrbewegung des Fahrzeugs und die Abläufe auf dem Ladegleis rekonstruieren. Ob ein technischer Defekt, ein gesundheitliches Problem des Fahrers oder ein anderer Auslöser zu dem Zusammenstoß führte, war am Donnerstagabend nicht bekannt.
Der Betrieb der Fahrzeugshuttles wurde infolge des Unfalls für etwa 90 Minuten unterbrochen und danach schrittweise wieder aufgenommen. Der Eurostar-Personenverkehr sowie der Gütertransport durch den Tunnel blieben nach Angaben der zuständigen Stellen unbeeinträchtigt. Reisende mussten dennoch mit Verzögerungen bei der Fahrzeugverladung rechnen.
Der Ärmelkanaltunnel verbindet seit 1994 die Terminals in Coquelles und im britischen Folkestone. Auf den Shuttle-Zügen werden Autos, Reisebusse und Lastwagen mitsamt ihren Insassen zwischen Frankreich und Großbritannien transportiert. Die Kollision ereignete sich in einem Betriebsbereich, in dem Fahrzeuge vor der Abfahrt geordnet und auf die Züge geleitet werden. Die Präfektur bestätigte am späten Donnerstagabend abschließend 19 Verletzte, darunter zwei Schwerverletzte ohne akute Lebensgefahr.
Quellen
- Franceinfo
- Präfektur Pas-de-Calais
- Associated Press
- TF1 Info
- RTL Frankreich
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).