Gesundheit

85-Jährige verbringt laut Bericht mehr als sechs Tage auf Trage im CHU Orléans

Eine 85-jährige Patientin soll mehr als sechs Tage auf einer Trage in der Notaufnahme des CHU Orléans verbracht haben. Der Fall wird vor dem Hintergrund fehlender Betten und einer hohen Belastung des Universitätsklinikums bekannt.

Orléans – 07.08.2026: Eine 85-jährige Frau hat nach einem am Freitag veröffentlichten Bericht von Franceinfo mehr als sechs Tage auf einer Trage in der Notaufnahme des CHU Orléans verbracht. Die Patientin beschrieb ihren Aufenthalt als äußerst belastend. Der Sender ordnet den Fall in die angespannte Lage des öffentlichen Krankenhauses ein, das mit fehlenden Betten und einer hohen Arbeitsbelastung des Personals konfrontiert sei.

Der konkrete Verlauf ist bislang vor allem durch den Bericht und die Schilderung der Betroffenen dokumentiert. Eine öffentlich zugängliche Stellungnahme des CHU Orléans zu diesem Einzelfall lag am Freitag nicht vor. Daher lassen sich weder die medizinischen Gründe für die lange Verweildauer noch der genaue Zeitpunkt einer anschließenden Aufnahme auf eine Station unabhängig bestätigen. Auch zu den Bedingungen während der sechs Tage sind keine weiteren gesicherten Angaben bekannt.

Die Notaufnahme des Universitätsklinikums war bereits in den Wochen zuvor erheblich belastet. Am 26. Juni hatte das CHU wegen einer außergewöhnlichen Hitzewelle einen internen Krisenplan aktiviert. Als Gründe nannte die Klinik einen starken Zustrom von Patientinnen und Patienten sowie eine zunehmende Beanspruchung der medizinischen Leitstelle des Départements Loiret.

Der Krisenplan sah vor, geplante medizinische und chirurgische Eingriffe bei Bedarf zu verschieben, zusätzliches Personal zu mobilisieren und stationäre Aufnahmen zu beschleunigen. Nach Angaben des Krankenhauses benötigten während der Hitzeperiode viele Menschen wegen Dehydrierung, Kreislaufproblemen und anderer hitzebedingter Beschwerden medizinische Hilfe. Ob diese außergewöhnliche Belastung Anfang August unverändert anhielt, geht aus den verfügbaren Informationen nicht hervor. Ein unmittelbarer Zusammenhang mit dem Fall der 85-Jährigen ist daher nicht belegt.

Die Notaufnahme für Erwachsene des CHU Orléans behandelt nach eigenen Angaben durchschnittlich 150 bis 160 Patientinnen und Patienten am Tag. Für ältere Menschen unterhält das Krankenhaus außerdem eine akutgeriatrische Abteilung mit 30 Betten. Die tägliche Abstimmung zwischen Geriatrie und Notaufnahme soll laut Klinik dazu beitragen, die Aufenthaltsdauer älterer Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme möglichst kurz zu halten. Ob während des berichteten Zeitraums ein Platz in dieser oder einer anderen geeigneten Abteilung verfügbar war, ist unbekannt.

Lange Aufenthalte in französischen Notaufnahmen betreffen ältere und besonders betreuungsbedürftige Menschen häufig stärker. Eine im Juni veröffentlichte Untersuchung der staatlichen Statistikstelle Drees ergab, dass zehn Prozent der Patientinnen und Patienten länger als zweieinhalb Stunden bis zum Beginn ihrer Versorgung warten. Die Erhebung erfasst zudem das Alter sowie Wartezeiten auf einer Trage.

Der Aufenthalt der Frau in Orléans ist damit als außergewöhnlich langer Einzelfall dokumentiert, nicht als durchschnittliche Wartezeit der Klinik. Nach der Darstellung von Franceinfo dauerte er jedoch deutlich länger als eine übliche kurzfristige Versorgung in einer Notaufnahme.

Quellen

  • Franceinfo
  • CHU Orléans
  • Drees

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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