Umwelt

87.500 Euro für Landwirte nach Waldbrand bei Fontainebleau

Nach dem Waldbrand im Waldgebiet von Fontainebleau entschädigen Seine-et-Marne und Essonne jene Landwirte, die Feuerwehrkräfte mit Wassertransporten und Brandschneisen unterstützten. Die ersten Zahlungen sind für September vorgesehen.

Fontainebleau – 04.08.2026: Nach dem Großbrand im Waldgebiet von Fontainebleau stellen die Départements Seine-et-Marne und Essonne insgesamt 87.500 Euro für beteiligte landwirtschaftliche Betriebe bereit. Mit dem Geld sollen vor allem die Wassertransporte vergütet werden, mit denen Landwirte die Feuerwehr während der Brände am 12. und 13. Juli unterstützten. Die Auszahlungen sollen im September beginnen.

An den Hilfsmaßnahmen beteiligten sich nach Angaben der beiden Gebietskörperschaften 104 Landwirte. Sie rückten mit Zugmaschinen und Wasserbehältern an, um die Löschkräfte in dem weitläufigen Waldgebiet zu versorgen. Andere Betriebe setzten Stoppelgrubber ein und zogen Brandschneisen. Diese sollten den Flammen brennbares Material entziehen und verhindern, dass sich das Feuer weiter in Richtung bewohnter Gebiete ausbreitete. Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren rund 1.000 Feuerwehrleute und weitere Rettungskräfte mobilisiert.

Die finanzielle Entschädigung erhalten 53 Betriebe, die Wasser transportierten. In Seine-et-Marne gehen 70.000 Euro an 45 Landwirte, die zusammen annähernd 1.350 Einsatzstunden leisteten. Der mit dem Bauernverband FDSEA 77 abgestimmte Satz beträgt 50 Euro netto je Stunde. Acht Betriebe aus Essonne bekommen für rund 350 Stunden insgesamt 17.500 Euro.

Auch die Landwirte, die ihre Maschinen zum Anlegen von Brandschneisen bereitstellten, sollen eine Anerkennung erhalten. In Seine-et-Marne sind für sie Einladungen in den Freizeitpark Parrot World vorgesehen. Essonne will den Helfern Zugang zu einem touristischen Angebot des Départements gewähren. Damit unterscheiden die Behörden zwischen der nach Stunden berechneten Vergütung für Wassertransporte und einer symbolischen Anerkennung weiterer technischer Hilfe.

Der Brand erfasste nach Angaben des Départements rund 2.200 Hektar und damit etwa zehn Prozent des Waldgebiets von Fontainebleau. Neben den Schäden an der Vegetation hatte das Feuer Folgen für den Verkehr. Mehrere Straßen im betroffenen Gebiet blieben zuletzt gesperrt, darunter die RD 301 und die D64. Andere Verbindungen wurden am 20. Juli wieder geöffnet; dort gilt vorerst eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde.

Die Einsätze der Landwirte ergänzten die Arbeit des Feuerwehr- und Rettungsdienstes SDIS 77, der die beteiligten Kräfte koordinierte. Für die Feuerwehren sind ortskundige Betriebe mit leistungsfähigen Zugmaschinen insbesondere dort hilfreich, wo große Wassermengen über längere Strecken in schwer zugängliches Gelände gebracht werden müssen.

Nach dem Brand kündigte die Region Île-de-France zusätzliche Vorkehrungen für die Wälder im Großraum Paris an. Geplant sind unter anderem eine ausgeweitete Früherkennung von Bränden und eine regionale Konferenz am 8. Oktober 2026. Die nun beschlossene Summe vergütet zunächst den konkret dokumentierten Einsatz der 53 Wasser transportierenden Betriebe.

Quellen

  • Département de Seine-et-Marne
  • Département de Seine-et-Marne und Département de l'Essonne
  • Region Île-de-France
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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