Umwelt

Drückerfische verletzen Badegäste an der Côte d’Azur

An der Côte d'Azur häufen sich Berichte über Bissverletzungen im flachen Wasser. Als wahrscheinlicher Verursacher gilt der Gemeine Drückerfisch, der während der Fortpflanzungszeit sein Nest energisch verteidigt.

Cannes – 25.08.2026: An mehreren Stränden der Côte d'Azur sind in diesem Sommer Bissverletzungen bei Badegästen gemeldet worden. Als wahrscheinlicher Verursacher gilt der Gemeine Drückerfisch, in Frankreich als Baliste bekannt. Franceinfo berichtete am Dienstag über die Vorfälle. TF1 hatte am 20. August ähnliche Schilderungen von Badegästen an der Côte d'Azur und auf Korsika dokumentiert.

Der Fisch besitzt einen kräftigen Kiefer und kann schmerzhafte, teils stark blutende Wunden verursachen. Nach Angaben von Meeresbiologen, die TF1 befragte, reagiert er vor allem während der Fortpflanzungszeit territorial. Die Tiere legen ihre Nester im Sand an und verteidigen das Gelege gegen vermeintliche Eindringlinge. Menschen, die im seichten Wasser stehen oder langsam zum Ufer gehen, werden daher vorwiegend an Beinen und Füßen verletzt.

Die Wunden können erheblich aussehen, stellen nach bisheriger Einschätzung jedoch meist keine schwere Gefahr dar. Nicht jeder Vorfall lässt sich zweifelsfrei einem Drückerfisch zuordnen: Auch andere Meerestiere, scharfkantige Gegenstände oder Steine können Verletzungen hervorrufen. Bei wiederholten Bissen nahe dem Strand und auffälligen Fischen in unmittelbarer Nähe gilt der Drückerfisch dennoch als naheliegender Verdacht.

Der Gemeine Drückerfisch ist im Mittelmeer heimisch, wird jedoch häufig mit wärmeren Gewässern in Verbindung gebracht. Der von TF1 zitierte CNRS-Biologe Benoît Derijar erklärte, die Art verteidige ihr Nest ausgesprochen energisch und könne dabei auch Menschen beißen. Warmes Küstenwasser kann die Aktivität der Tiere und ihre Nähe zu flachen Strandbereichen begünstigen. Ein einzelner Biss ist deshalb kein Beleg für eine ungewöhnliche Ausbreitung der Art oder eine dauerhafte Veränderung des Bestands.

Badegäste sollten auffällige Fische weder verfolgen noch bedrängen und nach einem Biss den betreffenden Bereich ruhig verlassen. Eine offene Wunde sollte gereinigt, desinfiziert und abgedeckt werden. Bei starker Blutung, tiefen oder verschmutzten Verletzungen sowie Anzeichen einer Entzündung ist ärztlicher Rat angezeigt. Das gilt besonders für Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko oder unklarem Tetanusschutz.

Aus den vorliegenden Berichten geht nicht hervor, dass Strände wegen der Bisse gesperrt wurden. Die Meldungen fallen allerdings in die stark besuchte Hochsaison an der Mittelmeerküste, in der viele Menschen dicht am Ufer baden. Hinweise von Betroffenen können Rettungskräften und Kommunen helfen, einzelne Strandabschnitte zu beobachten und Besucher vor Ort zu informieren. Die bislang beschriebenen Verletzungen wurden überwiegend als schmerzhaft und blutig, aber nicht als lebensbedrohlich eingestuft.

Quellen

  • Franceinfo
  • TF1 Info
  • Assurance Maladie

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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