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Abgemagerte Tiere in einem Keller in der Moselle – ein Fall, der sprachlos macht

Es ist einer dieser Funde, die selbst erfahrene Einsatzkräfte kurz innehalten lassen. In der Gemeinde L’Hôpital im Département Moselle stießen Polizei und Tierschützer Anfang Januar auf rund vierzig Tiere, zusammengepfercht in einem dunklen Kellerraum. Hunde, Katzen, Kaninchen und Hühner, ausgehungert, geschwächt, umgeben von ihren eigenen Exkrementen. Kein Platz, kaum Licht, offensichtlich zu wenig Futter. Ein…

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Es ist einer dieser Funde, die selbst erfahrene Einsatzkräfte kurz innehalten lassen. In der Gemeinde L’Hôpital im Département Moselle stießen Polizei und Tierschützer Anfang Januar auf rund vierzig Tiere, zusammengepfercht in einem dunklen Kellerraum. Hunde, Katzen, Kaninchen und Hühner, ausgehungert, geschwächt, umgeben von ihren eigenen Exkrementen. Kein Platz, kaum Licht, offensichtlich zu wenig Futter. Ein Ort, der eher an ein vergessenes Verlies erinnert als an ein Zuhause.

Ausgelöst wurde der Einsatz durch Hinweise aus der Nachbarschaft. Mehrere Anwohner hatten Alarm geschlagen, weil Gerüche, Geräusche und der Zustand der Tiere Fragen aufwarfen. Am Montag rückten schließlich die nationale Polizei und die SPA, die Société Protectrice des Animaux, gemeinsam an. Was sie vorfanden, bestätigte die schlimmsten Befürchtungen. Etwa zehn Hunde, dazu zahlreiche Katzen, Kaninchen und Geflügel, alle in einem Zustand schwerer Mangelernährung.

Draußen im Garten dann die nächste Überraschung. In einer Voliere lebten rund zwanzig Tauben, ebenfalls unter fragwürdigen Bedingungen. Die Tiere wurden umgehend aus der Obhut ihrer Besitzer genommen, einem Ehepaar mit Kindern. Die Behörden leiteten eine Untersuchung ein, die nun klären soll, wie es zu dieser Situation kommen konnte und ob strafrechtliche Konsequenzen folgen.

Für die Tiere begann zumindest ein vorsichtiger Neuanfang. Sie wurden in Quarantäne gebracht, medizinisch versorgt, stabilisiert. Viele von ihnen müssen erst wieder lernen, was regelmäßige Mahlzeiten bedeuten, was Ruhe, was Sicherheit. In einigen Wochen sollen sie in Tierheime verlegt und, sofern ihr Zustand es erlaubt, zur Adoption freigegeben werden.

Solche Fälle sind kein Einzelfall, sagen Tierschützer. Oft beginnt es schleichend, aus Überforderung, aus falscher Tierliebe, manchmal aus Gleichgültigkeit. Am Ende zahlen die Schwächsten den Preis. In L’Hôpital kam die Hilfe noch rechtzeitig. Für die geretteten Tiere ist das mehr als nur eine gute Nachricht. Es ist die Chance auf ein Leben jenseits des Kellers.

Von Daniel Ivers

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