Die Nachricht von Catherine Labordes Tod hat viele Menschen berührt. Die frühere Wettermoderatorin des französischen Senders TF1 ist am 28. Januar 2025 im Alter von 73 Jahren verstorben. Ihre Familie bestätigte, dass sie friedlich in ihrem geliebten Haus auf der Île d’Yeu eingeschlafen sei. „Du bist still, sanft und in Frieden gegangen“, schrieb ihre Schwester Françoise Laborde in einem emotionalen Beitrag.
Catherine Laborde war nicht nur eine bekannte Fernsehpersönlichkeit, sondern auch eine Frau, die trotz schwerer Krankheit bis zuletzt eine bemerkenswerte Stärke zeigte.
Über drei Jahrzehnte auf TF1: Eine Frau der Wettervorhersage
Fast 30 Jahre lang – von 1988 bis 2017 – war Catherine Laborde das Gesicht der Wettervorhersage auf TF1. Ihre charmante, warmherzige Art und ihr authentisches Auftreten machten sie schnell zu einer festen Größe im französischen Fernsehen. Besonders ihr letzter Auftritt am 1. Januar 2017 bleibt vielen in Erinnerung. Mit bewegenden Worten verabschiedete sie sich von ihrem Publikum: „Ich nehme euch mit mir. Vergesst ihr mich? Ich euch nicht. Ich liebe euch.“ Damals sprach sie jedoch nicht über ihre Krankheit, die sie bereits 2014 diagnostiziert bekommen hatte – die seltene und komplexe Krankheit der Lewy-Körperchen.
Diese neurodegenerative Erkrankung kombiniert Symptome von Parkinson und Alzheimer und machte ihr Leben zunehmend schwieriger. Doch Catherine zeigte sich stets kämpferisch, eine Eigenschaft, die viele an ihr bewunderten.
Ein Leben im Wandel: Von der Schauspielbühne zum TV
Catherine Laborde wurde am 8. Mai 1951 in Bordeaux geboren. Nach einem Studium der Anglistik und einer Ausbildung am Konservatorium für dramatische Kunst in ihrer Heimatstadt wagte sie den Schritt ins Schauspiel. Anfang der 1970er Jahre begann ihre Karriere auf der Bühne, unter anderem mit einem Auftritt in Louis-Ferdinand Célines Stück L’Église.
Später folgten kleinere Rollen in Filmen wie Cousin Cousine oder Il y a longtemps que je t’aime. Auch wenn ihr der große Durchbruch als Schauspielerin verwehrt blieb, öffnete ihr das Fernsehen neue Türen. 1988 begann ihre außergewöhnliche Karriere als Wettermoderatorin – und das Publikum schloss sie schnell ins Herz.
Ein offener Umgang mit der Krankheit
Catherine Laborde war nicht nur eine bekannte TV-Persönlichkeit, sondern auch eine Frau, die durch ihre Offenheit und ihren Mut beeindruckte. In einem Interview 2018 erklärte sie, wie sie es geschafft hatte, ihre Krankheit und ihren Beruf zu trennen. „Ich habe es mir verboten, die Moderatorin und die Kranke zu vermischen“, sagte sie damals.
Mit ihrem Mann, dem Philosophen und Autor Thomas Stern, veröffentlichte sie 2020 das Buch Amour Malade. Gemeinsam beschrieben sie darin, wie es ist, mit einer schweren Krankheit zu leben und dennoch die Liebe nicht zu verlieren. Ihr Mann engagierte sich zudem für die französische Organisation A2MCL, die sich für Menschen mit der Krankheit mit Lewy-Körperchen einsetzt – eine Herzensangelegenheit für Catherine.
Ein Erbe der Inspiration
Catherine Laborde war nicht nur eine Moderatorin. Sie war eine Kämpferin, eine Künstlerin, eine Frau, die sich für andere einsetzte. Sie hat gezeigt, dass es möglich ist, auch in schweren Zeiten eine ungebrochene Haltung zu bewahren. Doch was bleibt von jemandem, der so vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte? Ihre Warmherzigkeit, ihre Stärke und ihre Fähigkeit, das Leben auch in schwierigen Momenten zu schätzen.
Ihr Tod mag eine Lücke hinterlassen, doch ihr Vermächtnis ist von bleibendem Wert – für ihre Familie, ihre Zuschauer und für alle, die sich von ihrer Geschichte berühren ließen.