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Ärztemangel: Emmanuel Macron will pensionierte Ärzte zum Weiterarbeiten motivieren

In seinem Interview auf France 2 kündigte Emmanuel Macron an, er wolle es pensionierten Ärzten ermöglichen, ohne Probleme weiterzuarbeiten, um so den herrschenden Ärztemangel einzudämmen. Emmanuel Macron kündigte am 26. Oktober in seinem Interview auf France 2 an, dass Ärzte im Ruhestand weiterhin arbeiten können, ohne neue Rentenbeiträge zahlen zu müssen. Für den Präsidenten ein…

In seinem Interview auf France 2 kündigte Emmanuel Macron an, er wolle es pensionierten Ärzten ermöglichen, ohne Probleme weiterzuarbeiten, um so den herrschenden Ärztemangel einzudämmen.

Emmanuel Macron kündigte am 26. Oktober in seinem Interview auf France 2 an, dass Ärzte im Ruhestand weiterhin arbeiten können, ohne neue Rentenbeiträge zahlen zu müssen. Für den Präsidenten ein Mittel, um dem Ärztemangel insbesondere auf dem Land entgegenzuwirken.

Der französische Präsident schlug in seinem Interview auf France 2 eine"einfache" Lösung vor, um den Ärztemangel in Frankreich zu bekämpfen: "Alle Ärzte, die in den Ruhestand gehen, werden ab dem am ersten Tag ihres Ruhestands ihre Tätigkeit fortsetzen können und alle ihre Einkünfte behalten, ohne neue Rentenbeiträge zu zahlen."

https://twitter.com/philippejuvin/status/1585370725749346305

Emmanuel Macron hofft, auf diese Weise die älteren Ärzte im Beruf zu halten, um dem Mangel an praktizierenden Medizinern entgegenzuwirken. Die Projektionen des Gesundheitsministeriums sagen nämlich einen dramatischen "Tiefpunkt" voraus, der bis mindestens 2030 anhalten könnte, wie die Zeitung Le Parisien berichtet. Der Präsident versäumte es auch nicht, daran zu erinnern, dass "25% unserer Allgemeinmediziner über 60 Jahre alt sind".

"Wir beheben eine Ungerechtigkeit"

Für den Vorsitzenden der Gewerkschaft Union Française pour une Médecine Libre (UFML), Jérôme Marty, der von der Zeitung La Dépêche befragt wurde, "behebt diese Lösung eine Ungerechtigkeit". Nach Ansicht des Allgemeinmediziners "zahlen heute alle Ärzte im Ruhestand weiterhin Beiträge ein, obwohl sie schon Rentner sind". Laut Jérôme Marty ist diese Maßnahme jedoch ein zweischneidiges Schwert: "Der Anteil der aktiven Rentner macht 10% der Ärzte aus, wenn sie also diese Beiträge nicht mehr zahlen, bricht das System zusammen. Die aktiven Ärzte, die nicht im Ruhestand sind, werden, um dies auszugleichen, höhere Beiträge zahlen müssen, obwohl sie bereits stark belastet sind."

Eine Situation, die sich also laut dem Präsidenten der UFML auf die aktiven Ärzte auswirken könnte: "Es könnte der Fall eintreten, dass aktive Ärzte aufgrund der zu hohen Belastungen den Beruf verlassen". Der Allgemeinmediziner aus Fronton im Departement Haute-Garonne befürwortet daher, dass der Staat die Beiträge, die diese aktiven obwohl bereits pensionierten Ärzte nicht mehr zahlen, übernimmt, damit die Kosten dieser Maßnahme nicht auf die jüngeren Ärzte abgewälzt werden.

Es bleibt abzuwarten, ob der Vorschlag von Emmanuel Macron den befürchteten Rückgang der Zahl der Ärzte aufhalten wird.

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