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AfD gewinnt Sachsen-Anhalt, verfehlt aber die absolute Mehrheit

Die AfD erreicht bei der Landtagswahl 43,8 Prozent und 39 von 83 Sitzen. Zur Wahl ihres Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund fehlen ihr mindestens drei Stimmen.

Magdeburg – 07.09.2026: Die Alternative für Deutschland hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nach dem vorläufigen Endergebnis klar gewonnen. Sie kam auf 43,8 Prozent der Stimmen und stellt 39 der 83 Abgeordneten im neuen Landtag. Für die absolute Mehrheit wären 42 Mandate erforderlich. Der Landesverband erzielte damit sein bislang stärkstes Ergebnis bei einer Landtagswahl, kann jedoch nicht aus eigener Kraft regieren.

Die Wahlbeteiligung stieg auf 77,8 Prozent, nachdem sie 2021 noch bei 60,3 Prozent gelegen hatte. Die Christlich Demokratische Union wurde mit 17,2 Prozent zweitstärkste Kraft und erlitt ihr schwächstes Landtagswahlergebnis in Sachsen-Anhalt. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands erreichte 9,3 Prozent, die Grünen kamen auf 8,9 Prozent und Die Linke auf 8,6 Prozent.

Das Bündnis Sahra Wagenknecht zog mit 5,3 Prozent erstmals in den Magdeburger Landtag ein und erhält fünf Mandate. Die Freie Demokratische Partei scheiterte mit 2,6 Prozent an der Fünfprozenthürde und ist künftig nicht mehr im Parlament vertreten. Rechnerisch verfügen die fünf Fraktionen jenseits der AfD zusammen über 44 Sitze. Eine gemeinsame Regierung wäre jedoch politisch schwer vorstellbar, weil zwischen den beteiligten Parteien erhebliche programmatische Gegensätze bestehen.

Für die Regierungsbildung erhält das Bündnis Sahra Wagenknecht besonderes Gewicht. Seine Vertreter erklärten sich bereit, mit der AfD über Sachfragen zu sprechen. Eine verbindliche Vereinbarung oder eine Zusage für die Wahl des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten gibt es bislang nicht. Siegmund hatte im Wahlkampf eine Alleinregierung angestrebt und lehnt nach eigenen Angaben weitreichende politische Zugeständnisse ab. Ohne Unterstützung aus einer anderen Fraktion fehlen ihm im ersten Wahlgang mindestens drei Stimmen.

Christlich Demokratische Union, Sozialdemokratische Partei Deutschlands, Grüne und Die Linke haben eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen. Deren Landesverband wird vom Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt seit 2023 als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Die Partei geht juristisch gegen diese Bewertung vor; das Verfahren ist derzeit ausgesetzt. Eine von der AfD geführte Landesregierung wäre ein bislang beispielloser Einschnitt in der Geschichte der Bundesrepublik.

Der neue Landtag muss spätestens am 6. Oktober 2026 erstmals zusammentreten. Bis zur Wahl einer neuen Landesregierung bleibt das bisherige Kabinett unter Ministerpräsident Sven Schulze geschäftsführend im Amt. Für die Wahl des Ministerpräsidenten ist im ersten Wahlgang die Mehrheit aller Landtagsmitglieder nötig. Sie liegt bei 42 Stimmen und wird von keiner Fraktion allein erreicht.

Quellen

  • Franceinfo
  • Landeswahlleitung Sachsen-Anhalt
  • Tagesschau
  • Deutschlandfunk

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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