Montestruc-sur-Gers – 29.06.2026: In der kleinen Gemeinde Montestruc-sur-Gers, rund 30 Kilometer nordwestlich von Toulouse, erschüttert ein neuer Vorfall die Dorfgemeinschaft. Die Frau von Jérôme Barella, dem Hauptverdächtigen im Mordfall der 11-jährigen Lyhanna, hat am 18. Juni Anzeige gegen ihren Ehemann erstattet. Sie beschuldigt ihn, sie über mehrere Jahre hinweg vergewaltigt und körperlich misshandelt zu haben. Die 38-jährige Mutter von zwei Töchtern im Alter von 7 und 11 Jahren wurde von den Ermittlern der Gendarmerie Toulouse vernommen.
Jérôme Barella, ein 41-jähriger Arbeitsvermittler, war bereits zuvor wegen sexueller Übergriffe auf andere minderjährige Mädchen bekannt. Trotz mehrerer Anzeigen und Hinweise war er nie verhaftet oder vernommen worden. Erst nach dem Mord an Lyhanna, deren Leichnam am 4. Juni im Gers entdeckt wurde, erfolgte seine Festnahme. Die Autopsie bestätigte, dass das Mädchen vergewaltigt worden war, wobei Barellas DNA am Tatort nachgewiesen werden konnte.
Dieser Fall legt ein besonderes Augenmerk auf die Versäumnisse der Behörden. Bereits im August 2025 hatte die Mutter eines anderen Mädchens Anzeige gegen Barella erstattet, da er ihre Tochter zwischen September 2024 und Mai 2025 mehrfach vergewaltigt haben soll. Ein gynäkologisches Gutachten stützte die Aussagen des Mädchens, doch der Fall wurde monatelang nicht bearbeitet. Erst nach dem Mord an Lyhanna wurde Barella verhaftet.
Die jüngste Anzeige seiner Ehefrau bringt eine weitere Dimension in die Ermittlungen. Die Vorwürfe beziehen sich auf eine jahrelange Serie von Misshandlungen und sexuellen Übergriffen in ihrem gemeinsamen Haushalt. Die Ermittler prüfen nun, ob diese Taten mit den anderen Vorwürfen in Verbindung stehen und wie weitreichend das Ausmaß der Vergehen ist.
In Montestruc-sur-Gers herrscht Bestürzung und Entsetzen über die Ereignisse. Viele Dorfbewohner zeigen sich schockiert, dass solche schwere Verbrechen in ihrer Nachbarschaft, mit unmittelbarem Bezug zu Schulkindern, stattfinden konnten. Die Kinder der Familie Barella, die dieselbe Schule wie Lyhanna besuchten, wurden in behördliche Obhut genommen, um sie vor weiterer psychischer Belastung zu schützen.
Die Ermittlungen werden unter Hochdruck fortgesetzt, während die Öffentlichkeit eine gründliche Aufklärung und angemessene Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Frauen fordert. Der Fall offenbart eklatante Schwächen im Umgang mit Verdachtsfällen sexualisierter Gewalt und zeigt die Dringlichkeit verstärkter Sicherheits- und Unterstützungsangebote auf.
Die Behörden kündigten an, die bisherigen Verfahrenswege zu überprüfen und sicherzustellen, dass derartige Versäumnisse künftig ausgeschlossen werden. Die Folgen des Falls reichern die Debatten um den Schutz von Minderjährigen in Frankreich an und verlangen Klarheit sowie wirksame Prävention.
Quellen
- Le Dauphiné Libéré
- Linfo.re
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).