Paris – 20.08.2026: Die französische Finanzmarktaufsicht AMF warnt vor Anlagebetrug mit gefälschten Presseartikeln. Namen, Logos und Gestaltung bekannter Medien würden missbraucht, um erfundene Erfolgsgeschichten über Geldanlagen glaubwürdig erscheinen zu lassen, sagte Anne Delannoy von der AMF am Donnerstag dem Sender Franceinfo. Die Behörde rechnet mit weiteren Fällen. Betroffen sein könne grundsätzlich jeder in Frankreich.
Die manipulierten Beiträge erwecken den Eindruck, von etablierten Nachrichtenredaktionen zu stammen. Häufig nennen sie bekannte Persönlichkeiten oder präsentieren frei erfundene Interviews. Eingebettete Links führen anschließend zu Plattformen, die hohe Gewinne mit Aktien, Devisen oder Kryptoanlagen versprechen. Die Betreiber wollen Interessierte zur Registrierung, zur Preisgabe persönlicher Daten oder zu einer ersten Einzahlung bewegen.
Nach Darstellung der AMF ist dieses Vorgehen seit 2023 bekannt. Bereits damals warnte die Aufsicht vor Angeboten, die mit nachgebildeten Zeitungsartikeln und erfundenen Aussagen prominenter Personen verbreitet wurden. Die Täter nutzen das Vertrauen, das journalistische Marken genießen. Die nachgeahmten Medien sind weder Urheber der Beiträge noch Partner der beworbenen Plattformen.
Ein professionelles Erscheinungsbild, ein Medienlogo oder ein bekannter Name belegen nach Angaben der Behörde keineswegs die Seriosität eines Finanzangebots. Misstrauen sei besonders angebracht, wenn außergewöhnlich hohe und angeblich sichere Erträge versprochen werden, Anbieter zu einer schnellen Entscheidung drängen oder eine Überweisung auf ein ausländisches Konto verlangen.
Vor einer Einzahlung sollten Verbraucher deshalb eigenständig prüfen, ob der Anbieter zugelassen ist. Maßgeblich sind die offiziellen Register und Warnlisten der AMF, nicht die Angaben auf einer Werbeseite oder die Zusicherungen vermeintlicher Berater. Umgekehrt bedeutet das Fehlen eines Unternehmens auf einer Warnliste noch keine behördliche Zulassung. Neue betrügerische Internetadressen können kurzfristig eingerichtet werden und sind daher nicht immer sofort erfasst.
Wer den Verdacht auf einen Betrugsversuch hat, sollte den Kontakt abbrechen und keine weiteren Zahlungen leisten. Die AMF empfiehlt, Internetadressen, Nachrichten, Kontoangaben und Zahlungsnachweise zu sichern. Für Rückfragen verweist sie auf ihren Informationsdienst Epargne Info Service. Wer bereits Geld überwiesen hat, sollte unverzüglich seine Bank informieren und kann Anzeige erstatten.
Die Täter verbinden gefälschte Artikel inzwischen teilweise mit manipulierten Videos und Werbung in sozialen Netzwerken. Der vermeintlich journalistische Rahmen soll Zweifel zerstreuen und den Eindruck einer redaktionell geprüften Empfehlung erzeugen. Tatsächlich steht hinter solchen Angeboten nach der Warnung der AMF häufig kein nachweisbar zugelassener Finanzdienstleister.
Quellen
- Franceinfo
- Autorité des marchés financiers
- AMF-Warnlisten und Anlegerschutz
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).