Wirtschaft

Betrügerische Inserate auf Booking.com täuschen Reisende

Franceinfo berichtet über betrügerische Unterkunftsangebote auf Booking.com. Die Plattform erklärt, verdächtige Inserate würden nach ihrer Erkennung binnen 24 Stunden gesperrt.

Paris – 22.09.2026: Betrügerische Unterkunftsangebote auf Booking.com bringen Reisende um Geld und können sie am Urlaubsort ohne Bleibe zurücklassen. Eine aktuelle Recherche von Franceinfo schildert Fälle, in denen Kundinnen und Kunden durch falsche Inserate getäuscht wurden. Die Buchungsplattform erklärte, verdächtige Angebote würden binnen 24 Stunden nach ihrer Identifizierung gesperrt.

Solche Inserate können wie reguläre Angebote wirken, obwohl die beworbene Unterkunft nicht existiert, nicht vermietet werden darf oder gar nicht verfügbar ist. Andere Anzeigen enthalten irreführende Angaben zu Preis, Lage oder Ausstattung. Für Reisende ist die Täuschung vorab oft schwer zu erkennen: Sie buchen aus der Ferne, verlassen sich auf Bilder und Beschreibungen und bemerken den Betrug unter Umständen erst nach der Zahlung oder bei der Ankunft. Franceinfo zufolge werden derartige Fälle zunehmend beobachtet.

Der finanzielle Schaden ist häufig nur ein Teil des Problems. Wer an einen falschen Anbieter zahlt, muss versuchen, das Geld über die Plattform, die Bank oder den Zahlungsdienstleister zurückzuerhalten. Sind zudem Karten-, Konto- oder Identitätsdaten übermittelt worden, droht weiterer Missbrauch. Die französische Verwaltungsplattform Service-Public empfiehlt Betroffenen, sämtliche Nachrichten, Buchungsbestätigungen und Zahlungsbelege zu sichern und zunächst den Konfliktservice der Plattform einzuschalten. Je nach Fall sollten auch Bank und Polizei verständigt werden.

Die französische Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung warnt grundsätzlich vor irreführenden Praktiken auf Buchungsportalen. Sie rät dazu, Preise für dieselbe Unterkunft zu vergleichen und vor der Zahlung die Vertragsbedingungen zu lesen. Ein auffällig niedriger Preis, unstimmige Beschreibungen, fehlende Bewertungen oder die Forderung, den vorgesehenen Buchungsweg zu verlassen, können Hinweise auf einen Betrugsversuch sein. Auch überraschende Zusatzkosten verdienen Aufmerksamkeit.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn nach einer Reservierung Nachrichten mit hohem Zeitdruck eintreffen. Betrüger versuchen mitunter, Reisende zu einer erneuten Zahlung oder zur Eingabe ihrer Kartendaten über einen zugesandten Link zu bewegen. Das französische Wirtschaftsministerium empfiehlt, solche Links nicht ungeprüft zu öffnen. Stattdessen sollten Kundinnen und Kunden ihre Reservierung unmittelbar auf der offiziellen Website oder in der App kontrollieren und den Kundendienst ausschließlich über bekannte Kontaktwege erreichen.

Auch ein professionell gestaltetes Inserat auf einer großen Plattform bietet somit keine Gewähr, dass eine Unterkunft echt und verfügbar ist. Die von Booking.com zugesagte Sperrung verdächtiger Angebote kann weitere Buchungen verhindern; bereits betroffene Reisende müssen ihre Ansprüche jedoch selbst geltend machen. Als wichtigste Nachweise dienen dabei die Buchungsbestätigung, der vollständige Nachrichtenverlauf und die Zahlungsbelege.

Quellen

  • Franceinfo
  • Direction générale de la concurrence, de la consommation et de la répression des fraudes
  • Service-Public.fr
  • Französisches Wirtschaftsministerium

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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