Mont-Saint-Aignan – 17.10.2026: Ein nächtlicher Brand hat ein Gebäude der Universität Rouen-Normandie schwer beschädigt. Betroffen ist die geisteswissenschaftliche Fakultät am Boulevard André-Siegfried in Mont-Saint-Aignan bei Rouen. Nach Angaben der Präfektur von Seine-Maritime zerstörten die Flammen die Fassade und einen großen Teil des Dachs. Hinweise auf Verletzte gab es zunächst nicht.
Der Alarm ging kurz nach 2.30 Uhr ein. Rund 50 Feuerwehrleute rückten mit etwa 30 Fahrzeugen auf den Campus aus. Gegen 4.30 Uhr war der Hauptbrand unter Kontrolle, anschließend löschten die Einsatzkräfte weitere Glutnester an der Fassade. Die erheblichen Schäden waren am Morgen vor allem an der Eingangsseite des Gebäudes zu erkennen: Teile der Außenfront waren zerstört, das Dach großflächig beschädigt.
Das Gebäude gehört zur Fakultät für Literatur und Geisteswissenschaften. Welche Hörsäle, Büros oder technischen Anlagen von dem Feuer betroffen sind, war am Samstagmittag noch nicht bekannt. Ebenso offen blieb, wie lange einzelne Bereiche gesperrt werden müssen und welche Folgen der Brand für Lehrveranstaltungen und Verwaltung hat. Zunächst müssen die beschädigten Gebäudeteile gesichert und von den Ermittlern untersucht werden.
Die Staatsanwaltschaft Rouen eröffnete ein Ermittlungsverfahren wegen der Zerstörung durch Feuer. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Behörden von einer vorsätzlichen Brandlegung aus. Die Abteilung für territoriale Kriminalität der Kriminalpolizei Rouen wurde mit den Untersuchungen beauftragt. Ihre Ermittler sollen den Ausgangspunkt des Feuers bestimmen, Spuren auswerten und mögliche Verantwortliche identifizieren.
Konkrete Angaben zu Verdächtigen oder einem Motiv machten Polizei und Justiz zunächst nicht. Auch ein Zusammenhang mit anderen Ereignissen in der Region ist bislang nicht bekannt. Der Verdacht auf eine vorsätzliche Tat beschreibt damit den vorläufigen Ermittlungsstand, nicht das Ergebnis des Verfahrens. Die kriminaltechnische Untersuchung muss klären, wie das Feuer gelegt wurde und ob sich aus den Spuren Hinweise auf Täter ergeben.
Philippe Baptiste, Frankreichs Minister für Hochschulwesen und Forschung, erklärte nach dem Brand, die Justiz müsse die Verantwortlichen mit größter Härte bestrafen. Seine Äußerung bezog sich auf die Annahme eines vorsätzlichen Brandausbruchs. Eine abschließende Bewertung der Brandursache liegt bislang nicht vor.
Der Brand ereignete sich in der Nacht von Freitag, 16. Oktober, auf Samstag, 17. Oktober 2026. Die Präfektur bestätigte am Vormittag den Einsatz und die schweren Gebäudeschäden. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei unter Leitung der Staatsanwaltschaft Rouen.
Quellen
- Franceinfo
- Präfektur Seine-Maritime
- Staatsanwaltschaft Rouen
- TF1 Info
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).