Paris – 12.10.2026: Ein Großbrand hat den historischen Markt Enfants-Rouges in der Rue de Bretagne im dritten Pariser Arrondissement in der Nacht zum Montag schwer beschädigt. Das Feuer brach nach den bislang vorliegenden Angaben gegen 3 Uhr aus. Die Feuerwehr brachte die Flammen unter Kontrolle, doch die Markthalle und zahlreiche Verkaufsstände wurden weitgehend zerstört.
Ariel Weil, Bürgermeister von Paris Centre, erklärte am Montagmorgen, der gesamte Markt sei von dem Brand betroffen. Er rief dazu auf, den Bereich der Rue de Bretagne zu meiden. Eine dichte Rauchsäule war über der Hauptstadt zu sehen. Einsatzkräfte sperrten die Umgebung ab, während Feuerwehrleute letzte Glutnester bekämpften und die beschädigte Anlage sicherten.
Nach übereinstimmenden Medienberichten waren rund 150 Feuerwehrleute mit etwa 50 Fahrzeugen im Einsatz. Der Alarm ging demnach gegen 4.15 Uhr ein; Angaben über den genauen Beginn des Feuers wichen zunächst voneinander ab. Todesopfer oder verletzte Besucher wurden nicht gemeldet. Ein Feuerwehrmann erlitt laut einem Bericht während des Einsatzes einen leichten gesundheitlichen Zwischenfall.
Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen zur Brandursache ein. Am Montagmittag lagen noch keine gesicherten Erkenntnisse darüber vor, wie das Feuer entstanden war. Auch das Ausmaß der Schäden an der geschützten Bausubstanz und die Höhe des wirtschaftlichen Verlusts waren zunächst offen. Bevor Fachleute die Halle betreten können, müssen die verbliebenen Bauteile auf ihre Stabilität geprüft werden.
Der Markt Enfants-Rouges gilt als ältester überdachter Lebensmittelmarkt der französischen Hauptstadt. Er wurde 1615 gegründet und liegt im Marais, einem der dicht bebauten historischen Viertel von Paris. Händler, Lebensmittelproduzenten und Gastronomiebetriebe boten dort Obst, Gemüse, Fisch und zubereitete Speisen verschiedener Küchen an. Der Markt war damit zugleich Nahversorger für das Viertel, Arbeitsplatz und ein stark besuchtes Ziel für Reisende.
Seit 1982 ist die Anlage als historisches Baudenkmal erfasst. In den 1990er Jahren war sie wegen ihres schlechten baulichen Zustands zeitweise geschlossen und anschließend umfassend saniert worden. Der Brand trifft daher einen Ort, dessen Geschichte eng mit dem Handel und dem Alltag im Zentrum von Paris verbunden ist.
Für die ansässigen Betriebe fällt mit der Schließung ihre wichtigste Verkaufsfläche auf unbestimmte Zeit aus. Neben entgangenen Einnahmen drohen Verluste bei Waren und Betriebsausstattung. Wann Händler und Gastronomen zurückkehren können, hängt vom Zustand der Konstruktion und vom Umfang der notwendigen Arbeiten ab. Bis zur baulichen Begutachtung bleibt das Gelände gesperrt.
Quellen
- Franceinfo
- Le Monde
- TF1 Info
- Le Parisien
- RTL
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).