Die bevorstehende Rentrée rückt das Collège in den Fokus. Bildungsminister Édouard Geffray hat seine Prioritäten für das Schuljahr 2026/27 vorgestellt und dabei keine große neue Strukturreform angekündigt. Stattdessen stellt das Ministerium Kontinuität, bessere Lernergebnisse und ein ruhigeres Schulklima in den Vordergrund. In der regionalen Presse wird diese Linie auch als Antwort auf Schwierigkeiten beim Leistungsniveau und auf Spannungen im Schulalltag gelesen.
Sichtbarste Neuerung ist der Concours général des collèges. Er richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Troisième an freiwillig teilnehmenden Collèges und umfasst fünf nationale Prüfungsbereiche: Mathematik und Naturwissenschaften, Französisch und Allgemeinbildung, Geschichte-Geografie, Bildende Kunst sowie Informatik und Programmieren. Jede Kandidatin und jeder Kandidat kann nur in einem Fach antreten; die Prüfungen sind für Januar 2027 vorgesehen, die Ergebnisse sollen im Frühjahr folgen.
Der Wettbewerb soll Leistung anerkennen, ohne den Anspruch territorialer und geschlechtlicher Ausgewogenheit aufzugeben. Pro teilnehmender Schule können bis zu zehn Prozent eines Jahrgangs gemeldet werden, zudem ist eine paritätische Anmeldung je Prüfungsfach vorgesehen. Für Familien und Lehrkräfte ist das Thema unmittelbar praktisch: Mit dem Schulstart beginnt nicht nur ein neues Jahr, sondern auch die Umsetzung einer Bildungspolitik, die Förderung und Schutz stärker miteinander verbinden will.