Velvet hat eine Betriebslizenz für das französische Schienennetz erhalten. Damit besitzt das Unternehmen eine der beiden zwingenden Genehmigungen, um Hochgeschwindigkeitszüge in Frankreich fahren zu lassen. Le Parisien wertet die Entscheidung als ersten wichtigen regulatorischen Schritt für einen Anbieter, der sich als unabhängiger französischer Konkurrent zur Staatsbahn positionieren will.
Geplant sind ab 2028 Verbindungen von Paris nach Bordeaux, Nantes, Angers und Rennes. Die Ankündigung betrifft damit mehrere große Städte im Westen des Landes und Strecken, auf denen die Nachfrage durch Pendler, Geschäftsreisende und Urlaubsverkehr hoch ist. Für diese Regionen geht es um mehr als ein neues Logo auf dem Bahnsteig: Zusätzliche Anbieter können die Auswahl bei Fahrplänen, Preisen und Komfort verändern.
Die Lizenz ist allerdings noch keine Betriebserlaubnis für konkrete Züge. Velvet benötigt vor der Aufnahme des Verkehrs weiterhin eine Sicherheitsbescheinigung. Erst danach kann das Unternehmen seine Züge, das Personal und die betrieblichen Abläufe für den kommerziellen Start auf den geplanten Hochgeschwindigkeitsachsen zulassen.