Die Landwirtschaft prägt den politischen Wochenabschluss: Landwirtschaftsministerin Annie Genevard hat am Freitag ein Hilfspaket von mehr als einer Milliarde Euro für Betriebe angekündigt, die unter dem außergewöhnlich trockenen und heißen Sommer leiden. Vorgesehen sind Maßnahmen zur Stabilisierung der Kassenlage und zur Wiederankurbelung der Produktion. Auch Unterstützung für den Kauf von Stickstoffdünger wird bis Ende 2026 verlängert, weil die Trockenheit die Aussaat verzögert hat.
Die Größenordnung der Hilfe verweist auf Probleme entlang der gesamten Lebensmittelkette. Le Figaro berichtet über stillstehende Bohnenfabriken, verspätete Starts in den Zuckerfabriken wegen fehlender Rüben und kleinere Pommes frites nach einer schwachen Kartoffelernte. Damit geht es nicht allein um einzelne Höfe, sondern um Verarbeitung, Versorgung und Preise.
Regional bleibt die Wetterlage ein unmittelbarer Risikofaktor. La Dépêche du Midi erwartet für das Wochenende in Okzitanien und weiten Teilen Südfrankreichs erneut sehr hohe Temperaturen, örtlich bis 40 Grad. Nach dem Sommer der Dürre setzt die Hitze damit genau zu Beginn der wichtigen Herbstarbeiten fort.