Das tägliche Briefing · Morgenausgabe · Thema 1 von 3

Schneider Electric schließt Werk in der Vienne

Schneider Electric will sein Werk in Chasseneuil-du-Poitou bis März 2028 schließen und zugleich 150 Millionen Euro in einen neuen Standort in Évreux investieren. Der Plan bringt 145 Beschäftigte in der Vienne in eine schwierige Lage und verschiebt industrielle Kapazitäten innerhalb Frankreichs.

MorgenausgabeWelche Themen beschäftigen die französische Presse am 10. September 2026 um 06:59 Uhr?

Industriearbeitsplätze, Gleichbehandlung am Eiffelturm und der Streit um Kulturveranstaltungen prägen den frühen Nachrichtenmorgen in Frankreich.

Der Industriekonzern Schneider Electric hat seine Reorganisation in Frankreich den Arbeitnehmervertretungen vorgestellt. Vorgesehen ist die Schließung des Werks in Chasseneuil-du-Poitou im Département Vienne bis März 2028; dort arbeiten 145 Menschen. Nach Angaben des Unternehmens sollen ihnen mindestens zwei interne Stellenangebote unterbreitet werden, gegebenenfalls verbunden mit Weiterqualifizierung.

Parallel will der Konzern mehr als 150 Millionen Euro in Évreux investieren. Dort sollen Produktion und Forschung sowie Entwicklung aus drei bisherigen Standorten in der Normandie zusammengeführt werden. Schneider begründet den Umbau mit dem Wettbewerbsdruck in seinen Industriemärkten und mit dem Ziel, Kompetenzen an wenigen Standorten zu bündeln.

Für Chasseneuil-du-Poitou ist die Nachricht dennoch ein harter Einschnitt. Gewerkschaften verweisen auf eine hohe Auslastung und volle Auftragsbücher; sie haben für Freitag einen Arbeitsausstand angekündigt. Die Debatte verbindet damit zwei in Frankreich regelmäßig gegeneinander abgewogene Ziele: Investitionen in moderne Industrie und der Erhalt von Arbeitsplätzen außerhalb großer Wirtschaftsmetropolen.

Grundlage des Briefings

Die zugrunde liegenden Medienquellen