Beim Sommet de l'élevage in Cournon-d'Auvergne hat Landwirtschaftsministerin Annie Genevard neue Hilfen für von Dürre betroffene Betriebe angekündigt. Vorgesehen sind zinslose Kredite zur Stabilisierung der Kassen sowie ein besonderes Verfahren für junge Landwirte, deren Darlehen umgeschuldet werden müssen. Die Finanzierung steht unter dem Vorbehalt des Staatshaushalts für 2027.
Der Druck kommt vor allem aus Regionen, in denen Weiden nach dem trockenen Sommer kaum nachgewachsen sind. Viele Viehhalter haben laut La Dépêche du Midi bereits Futterreserven angegriffen, die eigentlich für den Winter bestimmt waren. Die Ministerin will außerdem 21 Millionen Euro aus einer Reserve des landwirtschaftlichen Wiederaufbaufonds freigeben; insgesamt können Präfekten auf einen Fonds von 235 Millionen Euro zurückgreifen.
Die Berufsverbände hatten die bisherigen Hilfen wegen verzögerter Auszahlungen und zu kleiner Beträge kritisiert. Le Monde berichtet, dass die Regierung mit der Übernahme von Kreditzinsen einer zentralen Forderung des Bauernverbands FNSEA nachkommt. Parallel soll die erwartete Verbilligung von Diesel auch den Preis des für landwirtschaftliche Maschinen benötigten Kraftstoffs senken.