Das tägliche Briefing · Abendausgabe · Thema 2 von 3

Cyberangriff stört die linke Vorwahl

Die digitale Vorwahl der sozialdemokratischen Linken ist am ersten Wahltag durch einen Cyberangriff gebremst worden. Mehr als 140.000 registrierte Wählerinnen und Wähler machen das Rennen zwischen fünf Kandidaten zugleich offener als erwartet.

AbendausgabeWelche Themen beschäftigen die französische Presse am 09. Oktober 2026 um 19:59 Uhr?

Schulproteste und ihre Folgen, eine gestörte linke Vorwahl sowie ein umstrittenes Gesetz gegen sexuelle Gewalt prägen den französischen Abend.

Die Online-Abstimmung der sozialdemokratischen Linken hat am Freitagmorgen unter einem Cyberangriff gelitten. Nach Angaben der Organisatoren wurde vor allem der Zugang zur Wahlplattform gestört; sie versicherten jedoch, die Stimmabgabe sei verlangsamt, aber nicht gefährdet. Die Organisatoren wollen juristisch gegen den Angriff vorgehen. Gewählt wird elektronisch bis Samstagabend, die Ergebnisse des ersten Durchgangs sollen am Samstagabend verkündet werden.

Die technische Störung trifft eine Vorwahl, der die Beteiligung unerwartet politische Relevanz verschafft. Mehr als 140.000 Menschen sind registriert, darunter laut Le Monde rund 80.000 außerhalb der klaren Parteiapparate. Zur Wahl stehen der Sozialistenchef Olivier Faure, Raphaël Glucksmann von Place publique, die Abgeordneten Jérôme Guedj und Emmanuel Maurel sowie Ségolène Royal. Inhaltlich verlief die Kampagne vor allem entlang der Frage, ob und unter welchen Bedingungen eine Zusammenarbeit mit La France insoumise möglich wäre. Das hohe Gewicht parteiloser Registrierter macht belastbare Prognosen für den ersten Wahlgang schwierig.

Grundlage des Briefings

Die zugrunde liegenden Medienquellen