Datensicherheit ist zu einem praktischen Staatsproblem geworden. Le Figaro zählt seit dem Sommer 99 Verletzungen des Datenschutzes binnen zwei Monaten und beschreibt eine Reorganisation der staatlichen Schutzvorkehrungen nach mehreren gravierenden Vorfällen. Besonders heikel sind Angriffe auf Verwaltungen, Bildungseinrichtungen und Gesundheitssysteme, weil sie große Mengen personenbezogener Daten und zentrale öffentliche Dienste betreffen.
Der Einbruch bei der Steuerverwaltung hat die Größenordnung sichtbar gemacht: Nach Angaben der französischen Steuerbehörde waren 678.000 Nutzer betroffen, die einzeln informiert werden sollen. Parallel setzt Bercy im Haushaltsentwurf auf zusätzliche Stellen, um digitale Kompetenzen und Cybersicherheit stärker innerhalb der Verwaltung aufzubauen. Die Presse verweist jedoch auf einen weiteren Engpass: Das Gesetz zur Umsetzung europäischer Resilienzvorgaben liegt hinter dem vorgesehenen Zeitplan. Damit geht es inzwischen nicht allein um technische Abwehr, sondern um Zuständigkeiten, Personal und die Fähigkeit des Staates, Betroffene schnell und nachvollziehbar zu schützen.