Die jüngsten endgültigen Inflationsdaten setzen einen konkreten Preis hinter den Unmut auf der Straße: Frische Lebensmittel verteuerten sich im September binnen Jahresfrist um 9,5 Prozent, nach 5,9 Prozent im August. Besonders kräftig stiegen die Preise für Tomaten, Zucchini und andere Fruchtgemüse. Der Gesamtindex der Verbraucherpreise lag 3,1 Prozent über dem Stand vom September 2025.
Das Nationale Institut für Statistik und Wirtschaftsstudien führt den Sprung bei frischen Produkten vor allem auf Hitzewellen zurück. Parallel verteuerte sich Energie im Jahresvergleich um 21,3 Prozent. Für Haushalte sind diese Posten besonders spürbar, weil sie regelmäßig anfallen und sich kaum kurzfristig vermeiden lassen.
Die Preisentwicklung belebt auch die politische Debatte über erschwingliche Ernährung. Ein Senatsbericht zu einem Warenkorb mit gesundheitsfördernden Lebensmitteln zum Selbstkostenpreis verweist darauf, dass die Teuerung einkommensschwache Haushalte stärker trifft. Er schlägt vor, den Zugang zu einem vielfältigen Angebot preisgünstiger Lebensmittel gesetzlich abzusichern; beschlossen ist eine solche Regelung damit noch nicht.